Ein Rollerfahrer verursachte einen Unfall, schickte einen Freund zur Unfallschuldklärung. Nach einem Drogentest wurden Ermittlungen eingeleitet.
Hagen-Hohenlimburg: Rollerfahrer flüchtet nach Unfall, schickt Freund

Hagen-Hohenlimburg (ost)
Am Montag (08.06.2026) beging ein 46-jähriger Rollerfahrer eine Verkehrsunfallflucht. Da er keinen Führerschein besaß, schickte er einen Bekannten, um die Schuld am Unfall zu klären.
Gegen 15.10 Uhr fuhr der 46-Jährige auf seinem Roller auf der Hohenlimburger Straße hinter einem Citroen C6 her. Als das Auto an der Hausnummer 181 langsamer wurde, fuhr der Roller auf und rutschte zur Seite, wodurch er eine Leitbake auf der Baustelle beschädigte.
Als der Fahrer des Citroen die Personalien des Rollerfahrers für die Schadensregulierung erfragen wollte, war dieser nicht kooperativ. Daraufhin rief der Autofahrer die Polizei. Bevor die Beamten eintrafen, war der Rollerfahrer jedoch verschwunden. Stattdessen erschien kurz darauf ein anderer Mann mit dem Roller, der angab, den Unfall verursacht zu haben, was jedoch von Zeugen widerlegt wurde.
Im Zuge der Nahbereichsfahndung trafen die Polizisten den 46-Jährigen schließlich als Fußgänger an. Er gab an, keinen Führerschein zu besitzen und sich deshalb entfernt zu haben. Stattdessen hatte er einen Freund geschickt, der sich als Verursacher ausgeben sollte.
Die Einsatzkräfte führten bei dem 46-Jährigen einen freiwilligen Drogentest durch, der positiv ausfiel. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet und eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Unfallflucht, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Gefährdung des Straßenverkehrs durch unsicheres Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel wurde erstellt. (rst)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 56367 im Jahr 2022 und 57879 im Jahr 2023 nahezu konstant. Von den Verdächtigen waren im Jahr 2023 51099 männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 73917 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen verzeichnet, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








