Zwei Haftbefehle wurden vollstreckt. Einsatzkräfte führten Personen- und Fahrzeugkontrollen durch, stellten Drogen und illegale Potenzmittel sicher.
Hagen: Schwerpunkteinsatz am Hauptbahnhof und in Altenhagen

Hagen (ost)
Während eines Schwerpunkteinsatzes rund um den Hauptbahnhof in Hagen und im Stadtteil Altenhagen waren am Donnerstag (17.09.2026) Einsatzkräfte einer Einsatzhundertschaft, uniformierte Polizisten und Zivilfahnder im Einsatz. Der städtische Ordnungsdienst unterstützte die Polizei. Es wurden umfangreiche Personen- und Fahrzeugkontrollen in der Bahnhofstraße und am Graf-von-Galen-Ring durchgeführt. Die Bahnhofstraße war zwischen der Stresemannstraße und dem Graf-von-Galen-Ring vorübergehend gesperrt. Ein Haftbefehl wurde bereits während dieser Maßnahmen vollstreckt. Ein 29-jähriger Mann, der ein Betretungsverbot hatte, versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen und leistete Widerstand, als er von den Beamten festgehalten wurde. Sowohl der 29-Jährige als auch eine Polizistin wurden leicht verletzt. Bei dem Mann wurden unter anderem Marihuana, eine Feinwaage und Bargeld sichergestellt. Der städtische Ordnungsdienst führte gleichzeitig Gewerbekontrollen durch. In einem Geschäft am Graf-von-Galen-Ring wurden ein mittlerer vierstelliger Bargeldbetrag, verschreibungspflichtige Medikamente und mutmaßlich illegale Potenzmittel gefunden. Es gab auch Hinweise auf einen möglicherweise illegalen Versandhandel. Die Polizei leitete die ersten strafrechtlichen Maßnahmen ein. Das Geschäft wurde versiegelt und Bargeld, Medikamente und andere Waren wurden beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das zuständige Fachkommissariat. Bei weiteren Fahrzeugkontrollen am Graf-von-Galen-Ring wurde ein 38-jähriger Mann überprüft, gegen den zwei Haftbefehle vorlagen, die vollstreckt wurden. Bei einer weiteren Personenkontrolle stellten Zivilfahnder rund 40 Gramm Cannabis sicher und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Handeltreibens mit Cannabis ein. Am späten Abend verlagerte sich der Einsatz auch nach Altenhagen, wo die Beamten mehrere Verkehrsverstöße ahndeten. Bei einem abschließenden Kontrollgang am Hauptbahnhof versuchte ein 17-jähriger Jugendlicher zu flüchten, der ebenfalls ein Betretungsverbot hatte. Neben zahlreichen Bürgergesprächen sowie Personen- und Fahrzeugkontrollen wurden diverse Verwarnungsgelder verhängt. Es wurde auch ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Warenbetrugs und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet. Zwei Haftbefehle wurden vollstreckt. (sch)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenvergehen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 auf 65.532 an. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg 2023 auf 57.879 an. Davon waren 49.610 Verdächtige männlich und 6.757 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 73.917 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








