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Hagen: Tempo im Visier – Polizei kontrolliert in den Abend- und Nachtstunden

Im Rahmen der “Safety Days” führte die Polizei Hagen umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen durch. Es wurden 623 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und Verwarnungen ausgesprochen.

Messanlage
Foto: Presseportal.de

Hagen (ost)

Im Rahmen der landesweiten “Safety Days” führte die Verkehrspolizei Hagen neben Fußgängerschutzkontrollen auch umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen im Stadtgebiet von Hagen durch. Von Freitag, 18. September, bis Sonntag, 20. September 2026, wurden dabei drei Geschwindigkeitsmessgeräte eingesetzt.

Besonders im Fokus standen Straßen, über die die Polizei zuvor Beschwerden aus der Bevölkerung erhalten hatte. Anwohner hatten vor allem auf teilweise stark überhöhte Geschwindigkeiten in den Abend- und Nachtstunden hingewiesen. Der Verkehrsdienst reagierte auf diese Hinweise und überprüfte am Freitag und Samstag jeweils zwischen 18 und 2 Uhr die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer.

Das Ergebnis: Insgesamt wurden 623 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Entsprechend wurden schriftliche Verwarnungen ausgesprochen oder Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

14 Fahrer waren so schnell unterwegs, dass ein Fahrverbot droht. Einzelne Überschreitungen waren besonders deutlich: Bei erlaubten 30 km/h wurden zum Beispiel 77 km/h gemessen. Auf einer Straße mit erlaubten 50 km/h wurden Spitzenwerte von 106 und 115 km/h registriert.

An einer der Kontrollstellen kam es zu einer ungewöhnlichen Situation: Ein Fahrer kehrte zu den Beamten zurück und übergab ihnen ein Foto eines Motorrads mit Kennzeichen. Das Motorrad war kurz zuvor mit 86 km/h an der Kontrollstelle gemessen und von vorne fotografiert worden. Der Fahrer wird in den nächsten Tagen seinen Bußgeldbescheid erhalten.

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zählt zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. Mit zunehmender Geschwindigkeit verlängert sich der Anhalteweg, während das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Unfall erheblich steigt.

Die Polizei Hagen verfolgt mit ihrer Verkehrssicherheitsarbeit das Ziel der “Vision Zero” – keine Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Der Verkehrsdienst wird daher auch in Zukunft Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet von Hagen durchführen. (sch)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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