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Hagen: Verkehrskontrolle endet mit positiver Drogenvortestung

Polizisten überwachten den Straßenverkehr und stoppten einen E-Scooter-Fahrer. Der 40-Jährige gab zu, Cannabis konsumiert zu haben und entschuldigte sich für sein Verhalten.

Foto: Depositphotos

Hagen (ost)

Beamte des Verkehrsdienstes in Hagen überwachten am Mittwoch (29.07.) den Verkehr in der Innenstadt von Hagen. Ihr Fokus lag auf Verstößen gegen das Rotlicht und die daraus resultierende Gefährdung von Fußgängern und Personen im Verkehr. Nachdem die Polizisten zunächst drei solcher Verstöße (Gelblichtverstoß, PKW) geahndet hatten, näherte sich gegen 8.40 Uhr ein 40-jähriger Mann auf einem E-Scooter den Einsatzkräften. Da er die Fahrbahn nicht ordnungsgemäß nutzte, wurde er gestoppt und kontrolliert.

Neben dem festgestellten Verkehrsverstoß überprüften die Beamten auch die Fahrtüchtigkeit des E-Scooter-Fahrers. Sie bemerkten, dass er stark verengte Pupillen hatte, stark schwitzte und zitterte. Aufgrund des Verdachts auf Drogenkonsum sprachen sie ihn an. Der 40-Jährige gab zunächst an, vor etwa drei Jahren Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Er stimmte einem freiwilligen Urintest zu, füllte jedoch Wasser statt Urin in den Becher und gab an, keinen Urin abgeben zu können. Ein freiwilliger Speicheltest reagierte anschließend positiv auf verschiedene Substanzen.

Nachdem ihm das Testergebnis mitgeteilt wurde, entschuldigte sich der 40-Jährige bei den Beamten mit den Worten: „Entschuldigung für das Flunkern vorhin.“ Nach einer Belehrung gab er zu, am vergangenen Samstag Cannabis konsumiert zu haben. Er beteuerte, nichts mit anderen Drogen zu tun zu haben.

Den Beamten untersagte er die Weiterfahrt und wurde angezeigt. Er musste eine Blutprobe abgeben. Der Verkehrsdienst wird weiterhin Kontrollen in Hagen durchführen. Besonders bei E-Scootern gelten bezüglich des Konsums von Alkohol und Drogen die gleichen Anforderungen an die Fahrtüchtigkeit wie bei anderen Fahrzeugen.

Wichtige Informationen der Polizei Hagen:

Unter dem Einfluss von Drogen verlangsamt sich Ihre Reaktionsfähigkeit erheblich – in Gefahrensituationen können Sie nicht mehr schnell genug reagieren. Schon geringe Mengen können zu einer Verschlechterung von Wahrnehmung und Koordination führen. Alkohol und Drogen beeinträchtigen beispielsweise das Gleichgewicht. Dies kann im Straßenverkehr schnell zu schwerwiegenden Folgen führen. Statistiken zeigen, dass Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss häufiger und schwerwiegender sind als andere Verkehrsunfälle. Bereits ab 0,3 Promille mit auffälligem Fahrverhalten kann der Führerschein entzogen werden. Ab 1,1 Promille sind Sie absolut fahruntüchtig! Bevor Sie sich ans Steuer setzen, bedenken Sie: Ein Unfall unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefährdet nicht nur Ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben unschuldiger Menschen! (arn)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56367 auf 57879 zurück. Unter den Verdächtigen waren 2023 51099 Männer, 6780 Frauen und 18722 Nicht-Deutsche. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 450, Schwerverletzte bei 11.172 und Leichtverletzte bei 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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