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Hagen: Zwei Trunkenheitsfahrten innerhalb kurzer Zeit

Am Donnerstagabend stellte die Polizei in Soest zwei alkoholisierte Fahrzeugführer desselben Fahrzeugs fest. Eine Frau mit fast 1,5 Promille und ein Mann verursachten jeweils einen Verkehrsunfall.

Foto: Depositphotos

Soest (ost)

Am Abend des Donnerstags (11. Juni) wurden in Soest innerhalb kurzer Zeit zwei betrunkene Fahrer desselben Fahrzeugs von der Polizei entdeckt.

Um 21:50 Uhr gingen Hinweise bei der Polizei ein, dass ein Auto auf der Werler Landstraße in Schlangenlinien fährt.

Die Einsatzkräfte trafen das Auto kurz darauf in der Nähe eines Schnellrestaurants an der Werler Landstraße an. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass eine 32-jährige Frau aus Hagen das Auto fuhr. Ein Atemalkoholtest ergab fast 1,5 Promille. Der Frau wurde eine Blutprobe entnommen. Ihr Führerschein wurde beschlagnahmt und die Weiterfahrt wurde untersagt. Das Auto wurde am Kontrollort abgestellt. Der spätere Beschuldigte blieb am Kontrollort mit dem Auto zurück.

Nur kurze Zeit später wurde die Polizei erneut zum selben Auto gerufen. Gegen 22:15 Uhr meldeten Zeugen einen Verkehrsunfall auf dem Parkplatz eines Fitnessstudios an der Werler Landstraße. Ein 35-jähriger Hagener, der zuvor als Beifahrer bei der Kontrolle seiner Lebensgefährtin angetroffen wurde, fuhr mit dem abgestellten Auto los.

Zeugen beobachteten, wie der Mann auf dem Parkplatz zuerst gegen eine Gebäudewand und dann gegen ein geparktes Auto fuhr. Als die Beamten eintrafen, saß der 35-Jährige auf dem Fahrersitz des beschädigten Autos. Ein Atemalkoholtest ergab ebenfalls fast 1,5 Promille.

Zunächst leugnete der Mann, selbst gefahren zu sein, und behauptete, eine unbekannte Person habe das Auto gefahren und den Unfall verursacht. Zeugenaussagen und Videoaufnahmen widersprachen dieser Aussage jedoch eindeutig.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der 35-Jährige das Auto selbst gefahren und den Verkehrsunfall verursacht hat.

Zusätzlich stellte sich heraus, dass der Beschuldigte keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der Autoschlüssel wurde sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2.13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0.59% aller Unfälle ausmacht. Der Großteil der Unfälle (87.36%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 556792 Fälle. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17437 Fälle (2.74%) und auf Autobahnen 6889 Fälle (1.08%). Bei den Verkehrsunfällen wurden 450 Menschen getötet, 11172 schwer verletzt und 68000 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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