Ein Betrüger gab sich als Amazon-Mitarbeiter aus, um Zugriff auf das Bankkonto eines Seniors zu erhalten. Die Polizei warnt vor solchen Anrufen und empfiehlt, bei verdächtigen Nachrichten einfach aufzulegen.
Halver: Telefonbetrug durch falschen Amazon-Mitarbeiter

Halver (ost)
Ein Schwindler hat einen 86-jährigen Rentner am Telefon dazu gebracht, ihm Zugriff auf sein Online-Banking zu gewähren. Der Unbekannte gab sich am Donnerstagnachmittag am Telefon als Mitarbeiter von Amazon aus. Er behauptete, das Konto des Rentners sei “gehackt” worden und es habe mehrere Transaktionen gegeben. Um den “Hackern” das Handwerk zu legen, wollte er Zugriff auf das Bankkonto des Rentners. Dieser gab wiederholt Transaktionsnummern ein, wodurch mehrmals Geld abgebucht wurde. Erst bei der letzten TAN-Eingabe kamen ihm Zweifel und er legte auf. Ab diesem Zeitpunkt handelte er richtig: Er rief sofort seine Bank an, die bis auf eine Transaktion alles stoppen und zurückbuchen konnte. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Geschädigte ließ seine Bank- und Amazon-Konten sperren, nahm den Computer offline und will diesen von einem Experten überprüfen lassen.
Die Polizei warnt: Am Telefon kann sich jeder als alles und jeden ausgeben: Polizei, Staatsanwalt, Enkeltochter, Bankangestellter usw. Der wichtigste Rat der echten Polizei lautet daher, je dramatischer die Nachricht des Anrufers ist, desto mehr: “Auflegen!” Ob hinter dem vermeintlich hilfsbereiten Mitarbeiter der Computer-Hotline oder des Warenhaus-Kundendienstes wirklich ein Schaf oder ein Wolf im Schafspelz steckt, lässt sich bei dem Telefonat selbst nicht herausfinden. Immer wieder fallen selbst Personen, die über solche Betrügereien informiert waren, auf solche Anrufe herein.
Die Polizei empfiehlt daher, wichtige Telefonnummern neben das Telefon zu legen. Dazu gehören Stadtwerke, nahe Verwandte, der Pflegedienst oder die Kundenhotline der Bank. So können Betroffene die vermeintliche Institution durch Eingabe der richtigen Telefonnummer zurückrufen. Wer nachträglich feststellt, dass er betrogen wurde, sollte schnell handeln – wie es der Halveraner getan hat – und seine Bank und die Polizei anrufen. (cris)
Zwischen Freitag, 20 Uhr, und Samstag, 13.30 Uhr, wurde versucht, die Eingangstür eines Hauses in der Dommelnheide-Straße aufzubrechen. Die Polizei dokumentierte Hebelspuren. (cris)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Trotz des Rückgangs bleibt die Region Nordrhein-Westfalen eine der am stärksten von Cyberkriminalität betroffenen Regionen in Deutschland. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Fällen in Deutschland mit 22125 Fällen. Es ist daher wichtig, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Cyberkriminalität in Nordrhein-Westfalen weiter zu bekämpfen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








