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Halver: Teure Rechnung von falschen Schädlingsbekämpfern

Eine Halveranerin zahlte eine vierstellige Summe für die Anfahrt eines falschen Kammerjägers. Die Polizei warnt vor betrügerischen Handwerkern, die überhöhte Preise verlangen und oft keine Qualifikationen haben.

Foto: unsplash

Halver (ost)

Eine Bewohnerin von Halver zahlte am Montag allein für die Anfahrt eines Schädlingsbekämpfungsunternehmens eine vierstellige Summe. Die Frau war besorgt wegen eines Wespennestes am Haus und suchte im Internet nach Hilfe. Sie vereinbarte telefonisch einen Termin. Am Montagnachmittag stand der vermeintliche Kammerjäger vor der Tür. Bevor er das Nest entfernen konnte, verlangte er 249 Euro für die Anfahrt, wie der Unbekannte mitteilte. Die Frau zahlte mit ihrer Karte, ohne den Betrag am Gerät zu überprüfen. Angeblich funktionierte die Zahlung nicht, aber beim zweiten Versuch gab die Frau absichtlich eine falsche PIN ein. Daraufhin packte der Mann seine Sachen und fuhr weg. Erst danach bemerkte die Kundin, dass eine niedrige vierstellige Summe von ihrem Konto abgebucht wurde. Sie erstattete Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei und versucht nun, das Geld über ihre Bank zurückzufordern.

Die Polizei warnt eindringlich vor unseriösen Handwerkern, die gezielt Notsituationen ausnutzen und exorbitante Geldbeträge für mangelhafte Arbeit verlangen. Die Opfer stoßen oft im Internet auf Angebote von beispielsweise Schlüsseldiensten, Schädlingsbekämpfern oder anderen Handwerkern. Diese geben vor, aus der Umgebung zu kommen, reisen aber tatsächlich meist aus dem Ruhrgebiet an.

Die mangelnde Qualifikation macht solche Tätigkeiten in manchen Fällen gefährlich oder illegal. Wespennester dürfen beispielsweise nicht einfach so entfernt werden. Nur zertifizierte Schädlingsbekämpfer dürfen an die Nester der geschützten Insekten herangehen.

Bei unsachgemäßen Arbeiten an Strom- oder Wasserinstallationen können erhebliche Schäden entstehen. Die „schwarzen Schafe“ unter den Notdiensten bieten keinerlei Garantie: Oft erbringen sie nur oberflächliche Dienste oder verweisen an andere Fachleute, verlangen jedoch dennoch hohe Summen.

In Notsituationen sollten lokale Dienste bevorzugt werden. Es ist wichtig, die Qualifikation der Anbieter zu überprüfen. Es sollten klare Preisvereinbarungen am Telefon getroffen werden. Die Arbeitszeit ist nicht immer vorhersehbar, aber Anfahrtskosten, Stundenlohn oder Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit können im Voraus vereinbart werden. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn der Handwerker vor Ort überhöhte Preise verlangt, sollte die Polizei informiert werden. Fordern Sie unbedingt eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, dem Namen des Unternehmens, der Adresse und den Kontaktdaten. (cris)

Quelle: Presseportal

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