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Hamb: Schwerer LKW-Unfall auf A57

Zwei Sattelzüge kollidieren, brennbare Flüssigkeit läuft aus – Feuerwehreinsatz zur Gefahrenabwehr und Sperrung der Autobahn.

Einsatzstelle auf der A57
Foto: Presseportal.de

Sonsbeck (ost)

Am Montag, 08.06.2026, um 06:28 Uhr, ereignete sich Einsatz 028/2026 – Nach einem Zusammenstoß zwischen zwei Lastwagen auf der A57 trat aus einem Anhänger eine entflammbare Flüssigkeit aus. Die beiden Lastwagenfahrer blieben unverletzt.

Am Montagmorgen wurden die Einheiten Sonsbeck und Hamb sowie der Rettungsdienst mit dem Alarm „H3 LKW-Unfall“ auf die A57 in Richtung Krefeld gerufen. Aufgrund von Sprachproblemen beim Notruf waren die genaue Lage und weitere Details zunächst unklar.

Die Unfallstelle wurde schließlich auf der A57 in Richtung Krefeld zwischen den Anschlussstellen Uedem und Sonsbeck entdeckt. Dieser Abschnitt der Autobahn ist der Feuerwehr Kevelaer als Einsatzgebiet zugewiesen. Zwei Sattelzüge waren kollidiert und etwa 500 Meter voneinander entfernt zum Stillstand gekommen. Beide Lastwagenfahrer wurden vom Rettungsdienst untersucht, waren jedoch bei dem Unfall unverletzt geblieben.

Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass ein Anhänger, der mit Gefahrguttafeln gekennzeichnet war, seitliche Schäden aufwies und Flüssigkeit austrat. Der Einsatz wurde daraufhin als sogenannter CBRN-Einsatz (chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren) geführt.

Die zuständige Feuerwehr Kevelaer wurde angefordert, der Leiter der Feuerwehr Kevelaer übernahm die Einsatzleitung. Anschließend arbeiteten die Feuerwehr Sonsbeck und Kevelaer eng zusammen, um die Gefahr zu beseitigen:

Ein Gefahrenbereich um den verunfallten Lastwagen wurde festgelegt und markiert, wodurch die Autobahn in Richtung Krefeld vollständig gesperrt werden musste. Die Feuerwehr Sonsbeck sorgte für Brandschutz mit Löschschaum und Löschpulver. Eine erste Untersuchung ergab, dass der Lastwagen mehrere hundert Kleingebinde verschiedener Stoffe der Kategorie „Farben und Farbzubehörstoffe“ geladen hatte, deren Dämpfe leicht entzündlich sind und explosive Atmosphären bilden können.

Später begaben sich zwei Atemschutztrupps der Feuerwehren Sonsbeck und Kevelaer gemeinsam zum Anhänger, um das Ausmaß des Gefahrgutaustritts genauer zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass nur ein Gebinde beschädigt worden war.

Daraufhin übernahm die Feuerwehr Kevelaer die weiteren Maßnahmen zur Gefahrenabwehr an der Einsatzstelle, während die Feuerwehr Sonsbeck um kurz nach 9 Uhr abrücken konnte. Etwa zu diesem Zeitpunkt konnte auch die linke Fahrspur wieder freigegeben werden, sodass die wartenden Verkehrsteilnehmer in der Vollsperrung weiterfahren konnten.

Die Feuerwehr Sonsbeck hatte bis zu 31 Einsatzkräfte für etwa drei Stunden im Einsatz. Danach wurde die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Ebenfalls an der Einsatzstelle beteiligt waren die Feuerwehr Kevelaer, Kräfte des Kreisfeuerwehrgerätehauses des Kreises Kleve in Goch, der stellvertretende Kreisbrandmeister des Kreises Kleve, der Rettungsdienst der Rettungswache Xanten, die Autobahnpolizei sowie die Autobahn GmbH des Bundes.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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