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Hamburg: Haftbefehle am Hauptbahnhof Münster

Die Bundespolizei vollstreckte am Pfingstsamstag vier Haftbefehle und nahm einen ausreisepflichtigen Mann vorläufig fest.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

Am Samstag vor Pfingsten (23. Mai) haben Beamte der Bundespolizei im Hauptbahnhof Münster vier Haftbefehle ausgeführt und einen Mann, der ausreisen sollte, vorübergehend festgenommen.

Nach einem Streit in einem ICE von Hamburg nach Münster überprüften die Beamten einen 38-jährigen Hamburger. Beim Abgleich seiner Daten mit dem polizeilichen Fahndungssystem stellten sie fest, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg den Mann mit gleich zwei Haftbefehlen suchte. Aufgrund von zwei Verurteilungen wegen Betrugs und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz muss der Gesuchte noch eine Reststrafe von insgesamt 113 Tagen verbüßen. Der deutsche Staatsbürger wurde festgenommen und inhaftiert.

Auch ein 39-jähriger Mann, der am Abend im Hauptbahnhof kontrolliert wurde, wurde mit zwei Haftbefehlen gesucht. Aufgrund von Verstößen gegen das Waffengesetz wurde der Mann in den Jahren 2023 und 2025 zu Geldstrafen in Höhe von 900 Euro und 600 Euro verurteilt. Der Verurteilte ignorierte die Zahlung der Geldstrafen, woraufhin die Haftbefehle erlassen wurden. Um eine 105-tägige Ersatzfreiheitsstrafe zu vermeiden, zahlte der bosnisch-herzegowinische Staatsbürger den geforderten Geldbetrag bei der Bundespolizei ein. Danach konnte er die Wache wieder verlassen.

Weil er sich illegal im Bundesgebiet aufhielt und der Aufforderung zur freiwilligen Ausreise nicht nachkam, wurde am Pfingstsamstag auch ein 38-jähriger Vietnamese von den Bundespolizisten vorübergehend festgenommen. Zur Einleitung von Maßnahmen zur Beendigung des Aufenthalts wurde er an das Polizeipräsidium Münster übergeben.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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