Am Hauptbahnhof in Hamm wurden am Mittwoch (12. August) drei Haftbefehle umgesetzt. Ein 29-Jähriger konnte dank Hilfe eines Vorgesetzten eine Ersatzfreiheitsstrafe vermeiden, während ein 36-Jähriger nun 95 Tage absitzen muss.
Hamm: Bundespolizei vollstreckt drei Haftbefehle

Hamm (ost)
Am Mittwoch (12. August) wurden am Hauptbahnhof in Hamm drei Haftbefehle von der Bundespolizei umgesetzt.
Während der Kontrolle eines 29-Jährigen am Nachmittag stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein Haftbefehl des Amtsgerichts Münster gegen ihn vorlag. Der deutsche Staatsbürger hatte die Geldstrafe aus einem Urteil wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornographie nicht beglichen. Durch die Hilfe eines Vorgesetzten, der die geforderten 6600 Euro bei einer Polizeidienststelle hinterlegte, konnte der Gesuchte die Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen umgehen. Allerdings muss er sich auf ein neues Strafverfahren vorbereiten, da er bei seiner Festnahme mehr als 50 Gramm Marihuana bei sich führte.
Ein 36-Jähriger, der am Abend kontrolliert wurde, hatte weniger Glück. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal suchte nach ihm mit zwei Haftbefehlen. Er war vom Amtsgericht Solingen wegen Diebstahls von elektrischer Energie sowie Beleidigung und Bedrohung zu Geldstrafen in Höhe von 190 Tagessätzen verurteilt worden. Da er die Summe von 3800 Euro schuldig blieb und auch bei der Festnahme nicht aufbringen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 95 Tagen absitzen. Auch er wurde mit verbotenen Betäubungsmitteln bei seiner Verhaftung erwischt und hat somit ein weiteres Strafverfahren ausgelöst.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 auf 65.532 an. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg im Jahr 2023 auf 57.879. Unter den Verdächtigen waren 2022 49.610 Männer und 6.757 Frauen, während es 2023 51.099 Männer und 6.780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








