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Hamm: Drogenkurier auf A2 unterwegs

Zoll zieht 31 kg Marihuana im Wert von 300.000 Euro aus dem Verkehr. Fahrer hatte gefälschte Nummernschilder und keine Fahrerlaubnis.

Im Kofferraum des Auto befanden sich die beiden Kartons sowie eine Plastiktragetasche: Inhalt Marihuana - verpackt in Klarsichtbeuteln/Foto: Hauptzollamt Bielefeld
Foto: Presseportal.de

Bielefeld (ost)

Knapp 31 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von über 300.000 Euro stellte der Bielefelder Zoll bei Verkehrskontrollen auf der Bundesautobahn 2 sicher.

Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) aus Anröchte leiteten ein Auto mit polnischem Kennzeichen für eine zollrechtliche Kontrolle auf den Rasthof Rhynern Süd. Der 49-jährige alleinreisende Fahrer gab an, aus den Niederlanden kommend, auf dem Weg nach Polen zu sein. Die Frage nach mitgeführten verbotenen Gegenständen, insbesondere Betäubungsmitteln wie beispielsweise Marihuana, beantwortete er mit „I don’t know“.

Auch aufgrund dieser Aussage entschieden sich die Zollbediensteten für eine Intensivkontrolle des Fahrzeugs und sollten damit richtig liegen: Zwischen den persönlichen Dokumenten des Fahrers wurde ein niederländischer Fahrzeugschein sowie im Fußraum hinter dem Beifahrersitz die original zum Fahrzeug gehörenden niederländischen Kennzeichen vorgefunden. Fahrzeugpapiere zu den am Auto befindlichen polnischen Nummernschilder konnte der Mann nicht vorlegen.

Auf dem Rücksitz hinter dem Fahrersitz befand sich ein mit schwarzem Klebeband zugeklebter Karton. Nach dem Öffnen kamen mehrere Klarsichtbeutel mit Marihuana zum Vorschein. Im Kofferraum befanden sich weitere Kartons sowie eine große Plastiktragetasche. Alle Behältnisse enthielten Klarsichtbeutel mit Marihuana – insgesamt 30 Stück.

„Der Beschuldigte äußerte spontan, dass man ihm das Marihuana in den Niederlanden in das Auto gestellt habe und er es nach Polen transportieren solle. Hierfür hätte er 2.000 Euro erhalten.“, so Pressesprecher Ralf Wagenfeld vom Hauptzollamt Bielefeld.

Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt. Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs in Verbindung mit dem Cannabiskonsumgesetz (KCanG) eingeleitet.

Anlässlich der widerrechtlich am Auto angebrachten polnischen Kennzeichen wurde die Autobahnpolizeiwache Kamen zur weiteren Bearbeitung hinzugezogen. Zudem hatte der Fahrer Betäubungsmittel konsumiert und war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

Die Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund – Außenstelle Hamm.

Zusatzinformation:

Der Vorgang vom Dienstag, den 24. Februar 2026 kann aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt veröffentlicht werden.

Beim Hauptzollamt Bielefeld ist das Sachgebiet Kontrollen in der Region mit den beiden Kontrolleinheiten Verkehrswege an den Dienstorten Anröchte und Bielefeld sowie mit der Kontrolleinheit Reiseverkehr mit Sitz am Flughafen Paderborn/Lippstadt präsent.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879 zwischen den Jahren. Von den Verdächtigen waren 2023 51099 männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Nordrhein-Westfalen verzeichnete somit die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) wurden 17.437 Unfälle (2,74%) verzeichnet und auf Autobahnen kam es zu 6.889 Unfällen (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten beliefen sich auf 11.172 und die Leichtverletzten auf 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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