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Hamm: Illegales Kraftfahrzeugrennen endet mit Unfall

Am Samstagabend kam es zu einem Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten. Einsatzkräfte stellten stark beschädigte Fahrzeuge fest.

Foto: Depositphotos

Hamm-Heessen (ost)

Am Samstagabend, den 30. Mai, ereignete sich gegen 21:55 Uhr auf der Münsterstraße ein Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten.

Vor Ort entdeckten die Rettungskräfte vier teilweise stark beschädigte Fahrzeuge. Ein beteiligter Audi war auf einer separaten Busspur der Münsterstraße abgestellt. Er war zuvor über eine Grünfläche gefahren und hatte einen Metallzaun durchbrochen.

Nach ersten Informationen fuhr ein 18-jähriger Audi-Fahrer aus Hamm auf der Münsterstraße auf der linken der beiden Geradeausspuren in nördlicher Richtung. An der Kreuzung Münsterstraße/Nordenstiftsweg versuchte er, einen 31-jährigen Audi-Fahrer auf derselben Spur zu überholen. Dafür wechselte der 18-Jährige mit seinem Fahrzeug nach links auf die Linksabbiegerspur zum Nordenstiftsweg und kollidierte dort mit dem Nissan einer 67-jährigen Fahrerin aus Hamm.

Daraufhin stieß der 18-Jährige mit seinem Audi gegen das Fahrzeug des 31-Jährigen. Dieser verlor die Kontrolle über seinen Audi, fuhr über einen angrenzenden Grünstreifen, durchbrach einen Metallzaun und kam auf einer Busspur zum Stehen.

Zuletzt berührte der 18-Jährige mit seinem Auto den Opel einer 76-jährigen Frau aus Hamm. Auch sie befand sich auf der Linksabbiegerspur vor der Nissan-Fahrerin.

Der Gesamtschaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

Der 31-jährige Audi-Fahrer und ein 25-jähriger Mitfahrer des 18-jährigen Audi-Fahrers wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich.

Während der Unfallaufnahme musste die Unfallstelle vollständig gesperrt werden.

Während der Untersuchungen ergaben sich Hinweise auf ein mögliches illegales Autorennen. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten daher die beiden Audis sowie die Führerscheine und Handys der 18- und 31-jährigen Fahrer. Auch die Handys der Mitfahrer des 18-Jährigen wurden beschlagnahmt.

Ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen wurde eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. (rv)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 450, Schwerverletzten bei 11.172 und Leichtverletzten bei 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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