Ein Golffahrer flieht vor Polizeikontrolle mit hoher Geschwindigkeit. Frau und Säugling auf Rücksitzbank entdeckt, zum Glück unverletzt.
Hamm-Mitte: Verfolgungsfahrt mit Frau und Kind im Auto

Hamm-Mitte (ost)
Nachdem am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr eine Streifenwagenbesatzung versuchte, einen 34-jährigen Golffahrer zu kontrollieren, versuchte dieser zunächst, mit hoher Geschwindigkeit vor der Kontrolle zu fliehen. Schließlich hielt er freiwillig an. Erst bei der Überprüfung fanden die Beamten auf der Rücksitzbank die Ehefrau und einen neun Monate alten Säugling. Zum Glück wurde niemand verletzt.
In chronologischer Reihenfolge:
Der 34-jährige Fahrer wurde den Polizeibeamten auf der Friedrichstraße entgegenkommend mit seinem VW Golf ohne Sicherheitsgurt auffällig. Sofort drehte der Streifenwagen um, um das Fehlverhalten zu ahnden. Der Golffahrer beschleunigte sein Fahrzeug sofort und versuchte, den Streifenwagen unter anderem über die Sedanstraße und weiter über die Alleestraße abzuhängen. Beim Abbiegen von der Sedanstraße auf die Alleestraße missachtete er die Vorfahrt und brachte andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Zum Glück kam es hier zu keinem Unfall. Auf der Alleestraße beschleunigte der Golffahrer auf etwa 100 km/h und fuhr in östlicher Richtung über zwei rote Ampeln. Nur mit Mühe gelang es den Polizisten, mit Blaulicht und Martinshorn aufzuschließen und dem Fahrer Anhaltezeichen zu geben. Auf der Ahornallee besann sich der Flüchtige und hielt schließlich an. Bei der Kontrolle wurde schnell klar, warum er geflohen war. Der 34-Jährige besitzt keine Fahrerlaubnis und befindet sich im MPU-Verfahren. Es ist wahrscheinlich, dass er seinen Führerschein nun noch länger abgeben muss. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen eines illegalen Autorennens ein. Das Auto wurde beschlagnahmt.
Es sei auch erwähnt, dass er unverständlicherweise seine Ehefrau und sein Kind in Gefahr brachte, die ebenfalls ungesichert auf der Rücksitzbank saßen. (ag)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. In innerorts gelegenen Bereichen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








