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Hamm: Polizei warnt vor Trickdieben

Die Polizei Hamm warnt vor einer Trickdiebstahlmasche, bei der insbesondere ältere Menschen ins Visier von Tatverdächtigen geraten. Die Täter sprechen aus einem Fahrzeug heraus an und versuchen, hochwertigen Schmuck zu entwenden.

Foto: unsplash

Hamm (ost)

Die Polizei in Hamm warnt vor einer Betrugsmasche, bei der insbesondere ältere Menschen ins Visier von Verdächtigen geraten. Am Freitag, dem 18. September, ereigneten sich mehrere Fälle im Stadtgebiet von Hamm.

Die Vorgehensweise ist oft ähnlich: Die Verdächtigen sprechen ältere Menschen aus einem Auto heraus an und fragen zum Beispiel nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Danach versuchen sie, sich für die Auskunft zu bedanken, zum Beispiel mit Geld oder einer Umarmung. Dabei stehlen sie unbemerkt wertvollen Schmuck und ersetzen ihn teilweise durch wertlosen Modeschmuck. Die Opfer bemerken den Diebstahl oft erst später.

Am Freitag sprach eine weibliche Verdächtige eine 50-jährige Frau auf der Münsterstraße in der Nähe von Kaufland aus einem Auto heraus an. Sie fragte nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Nachdem die Frau aus Hamm ihr den Weg erklärt hatte, bot die Verdächtige ihr 20 Euro an. Als die 50-Jährige das Geld ablehnte, stieg der Fahrer aus und versuchte, ihr eine Kette umzuhängen. Währenddessen versuchte die Verdächtige, der Frau einen Goldarmreif zu stehlen. Dies gelang ihr jedoch nicht.

Gegen 17 Uhr ereignete sich ein weiterer Vorfall in der Schwabenstraße in Herringen. Dort sprachen die Verdächtigen eine 83-jährige Frau an und führten sie in ein Gespräch. Diesmal waren sie erfolgreich: Die Seniorin bemerkte erst zu Hause, dass ihre rund 3.000 Euro teure Goldkette fehlte. Stattdessen fand sie eine andere Kette in ihrer Tasche.

Die Verdächtigen sollen mit einem schwarzen Audi oder BMW mit Essener Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Nach Zeugenaussagen hatten sie ein südosteuropäisches Aussehen.

Der männliche Verdächtige wird als etwa 40 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er hat eine kräftige Statur und trug zur Tatzeit einen schwarzen Pullover. Die beiden weiblichen Verdächtigen sollen Frauen im Alter von etwa 30 bis 35 Jahren bzw. 50 bis 60 Jahren gewesen sein. Beide waren etwa 1,60 Meter groß und hatten eine korpulente Statur. Sie trugen Kopftücher und bunte Röcke.

Bereits gegen 15 Uhr ereignete sich ein ähnlicher Betrugsfall in einem Altenheim an der Sundernstraße in Heessen. Dort versuchten zwei Männer, einer 86-jährigen Bewohnerin ihre Goldkette zu stehlen. Die Seniorin wehrte sich, woraufhin die Verdächtigen flüchteten.

Auch diese beiden Männer wurden von Zeugen als Personen mit südosteuropäischem Aussehen beschrieben. Beide hatten eine kräftige Statur und dunkle Haare. Sie wurden auf ein Alter zwischen 30 und 45 Jahren und eine Größe von etwa 1,65 bis 1,75 Metern geschätzt. Zur Tatzeit trugen sie auffällige, schicke weiße Kleidung.

Die Polizei in Hamm bittet Zeugen, die Informationen zu den Verdächtigen oder den Fahrzeugen haben, sich unter 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de zu melden.

Die Polizei in Hamm appelliert insbesondere an ältere Menschen, in solchen Situationen aufmerksam und zurückhaltend zu reagieren:

Die Polizei empfiehlt außerdem: Wenn Sie aus einem Auto heraus nach dem Weg gefragt werden, halten Sie ausreichend Abstand zum Fahrzeug und den Insassen. Lassen Sie sich nicht auf körperliche Nähe ein – auch nicht, wenn sich jemand vermeintlich für Ihre Hilfe bedanken möchte. (bf)

Quelle: Presseportal

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