Am Bahnhof Hamm-Heessen wurden Steine und ein Kinderroller auf die Gleise gelegt. Züge mussten stoppen, 11 erhielten Verspätungen von insgesamt 286 Minuten.
Hamm: Steine und Kinderroller auf Schienen gelegt – Bundespolizei ermittelt und warnt

Hamm (ost)
Am Abend des Mittwochs (17. Juni) wurden am Bahnhof Hamm-Heessen innerhalb kurzer Zeit zuerst Steine und dann ein Kinderroller auf die Gleise gelegt.
Triebfahrzeugführer von durchfahrenden Zügen meldeten um 18:30 Uhr der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn, dass Kinder Steine auf die Gleise legen. Die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei trafen jedoch keine Kinder mehr an.
Nur 45 Minuten später überfuhr ein Regionalzug am selben Ort einen auf die Schienen gelegten Kinderroller. Auch bei der erneuten Suche wurden keine Personen mehr gefunden.
In beiden Fällen wurde die Bahnstrecke gesperrt, wodurch 11 Züge insgesamt 286 Minuten Verspätung erhielten.
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und warnt eindringlich vor dem unbefugten Betreten von Bahnanlagen. Züge nähern sich oft unbemerkt und mit hohen Geschwindigkeiten. Sie haben einen sehr langen Bremsweg und können nicht ausweichen. Der Sog vorbeifahrender Züge kann so stark sein, dass Menschen oder Gegenstände ohne ausreichenden Abstand zum Zug gezogen werden. Auf die Gleise gelegte Steine können bei der Überfahrt durch einen Zug als „Wurfgeschosse“ Unbeteiligte schwer verletzen. Betreten Sie niemals Bahnanlagen oder Gleise, wo es nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Bringen Sie Ihre Kinder auf die Gefahren aufmerksam.
Weitere Informationen finden Eltern, Kinder und Jugendliche auf der Website der Bundespolizei unter dem Link:
https://www.bundespolizei.de/Web/DE/02Sicher-im-Alltag/04Sicher-auf-Bahnanlagen/Sicher-auf-Bahnanlagen_node.html
Quelle: Presseportal








