Ein 24jähriger Iraker gerät in einen folgenreichen Streit mit einem Fußgänger, fährt auf gestohlenem E-Scooter und steht unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.
Hamm: Streit mit Fußgänger, gestohlener E-Scooter, Betäubungsmittel

Hamm-Mitte (ost)
Am Samstag, den 21. März, um 12:20 Uhr wurde ein 24-jähriger Iraker auf dem Südring in Hamm kontrolliert. Der junge Mann aus Hamm war zuvor in einen Streit mit einem Fußgänger geraten. Grund für den Streit war anscheinend das Fahren des E-Scooters auf dem Gehweg. Beamte der Polizeiwache Mitte wurden auf den Vorfall aufmerksam und konnten den Fahrer des Scooters in der Grünanlage des Südrings finden. Er hatte den E-Scooter in einem Gebüsch versteckt und war zu Fuß weitergegangen. Die Beamten holten ihn ein und hielten ihn fest. Kurz bevor sie den Mann einholen konnten, warf er einen Beutel zu Boden.
Die Gründe für das Verhalten des 24-jährigen wurden schnell ermittelt: Der E-Scooter war als gestohlen gemeldet. In dem Beutel, den er fallen ließ, fanden die Beamten mehrere Tütchen mit Marihuana. Ein Drogentest bei dem Fahrer verlief positiv, daher wurde ihm eine Blutprobe entnommen.
Auf der Polizeiwache zeigte sich der junge Mann weiterhin unkooperativ, sodass die Blutprobe unter Anwendung von körperlichem Zwang entnommen werden musste. Schließlich wurde er in Polizeigewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern. Ihm drohen nun Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz.
Der E-Scooter des 24-jährigen und das sichergestellte Marihuana wurden beschlagnahmt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56367 im Jahr 2022 und 57879 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73917 – liegt Nordrhein-Westfalen nahe an der Spitze.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








