Eine unbekannte Tatverdächtige kontaktierte drei Geschädigte im Alter von 48, 56 und 69 Jahren, um sie zur Sperrung ihrer Bankkonten zu bewegen. Durch betrügerische Textnachrichten wurden Geldbeträge in vierstelliger Höhe auf unbekannte Konten überwiesen.
Hamm: Textnachrichten-Betrug auf dem Vormarsch

Hamm (ost)
Am Dienstag, den 26. Mai, zwischen 12.37 Uhr und 13.33 Uhr, hat eine unbekannte Verdächtige die drei Opfer im Alter von 48, 56 und 69 Jahren telefonisch kontaktiert, wobei sie die Rufnummer ihrer Hausbank vorgetäuscht hat. Sie riet den Opfern aus Sicherheitsgründen, ihre Bankkonten zu sperren.
Um dies zu erreichen, sandte die Unbekannte Textnachrichten an die Telefonnummern der Opfer, die einen Link enthielten. Dieser Link führte zu einer Website, die dem Erscheinungsbild der Hausbank-Website ähnelte.
Beim Besuch der gefälschten Website wurden von den Konten der Opfer jeweils hohe Geldbeträge auf ein unbekanntes Konto überwiesen.
Bei diesem Vorfall handelt es sich um Smishing, eine Kombination aus SMS und Phishing. Dabei werden durch betrügerische Textnachrichten persönliche Daten gestohlen, Geld erpresst oder Schadsoftware auf dem Smartphone installiert. Die Täter verwenden oft vertrauenswürdig erscheinende Identitäten wie Banken, Paketdienste oder angebliche Familienmitglieder.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Statistiken über Cyberkriminalität in Nordrhein-Westfalen zeigen einen Rückgang der registrierten Fälle von 2022 mit 29667 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 4726 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 2336. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2159 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 mit 22125 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








