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Handgepäckdiebstahl: Tatverdächtiger festgenommen

Zivilfahnder der Bundespolizei nehmen einen 21-jährigen Libyer nach einem Handgepäckdiebstahl vorläufig fest. Der entstandene Schaden beläuft sich auf schätzungsweise 1500 Euro.

Foto: Depositphotos

Düsseldorf (ost)

Am Abend des Samstags (01. August 2026) wurde ein 21-jähriger Libyer von Zivilfahndern der Bundespolizei vorläufig festgenommen, nachdem er einem Reisenden den Rucksack gestohlen hatte. Der entstandene Schaden wird auf etwa 1500 Euro geschätzt. Der Geschädigte erhielt sein Eigentum vollständig zurück.

Die Polizisten beobachteten den Mann im ICE 224 auf dem Weg nach Amsterdam Centraal, wie er gezielt nach potenziellen Gelegenheiten für Straftaten und möglichen Opfern Ausschau hielt. Gegen 20.30 Uhr erreichte der Zug den Hauptbahnhof Düsseldorf. Dort nahm der Verdächtige den Rucksack eines 42-jährigen Reisenden aus der Gepäckablage und ersetzte ihn durch einen ähnlich aussehenden Rucksack. Danach verließ er den Zug und flüchtete.

Im Stadtgebiet von Düsseldorf gelang es den eingesetzten Zivilfahndern, den 21-Jährigen zu stellen und vorläufig festzunehmen. Anschließend wurde er zum Bundespolizeirevier Düsseldorf gebracht.

Bei der Durchsuchung des Verdächtigen fanden die Beamten ein Taschenmesser. Im gestohlenen Rucksack befanden sich unter anderem Wertgegenstände, Bargeld und Ausweisdokumente.

Der Geschädigte wurde inzwischen kontaktiert und begab sich ebenfalls zum Bundespolizeirevier Düsseldorf. Er gab an, den Diebstahl seines Rucksacks nicht bemerkt zu haben.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 21-Jährige zur Haftvorführung am nächsten Tag in das Polizeigewahrsam Düsseldorf überstellt.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines besonders schweren Diebstahls ein.

In diesem Fall wandte der Verdächtige den Trick des sogenannten “Rucksack-Austauschs” an. Dabei platziert der Täter während der Zugfahrt einen eigenen, oft wertlosen, Rucksack in der Nähe des später gestohlenen Guts. Kurz vor dem Ausstieg tauscht er diesen unbemerkt gegen den Rucksack des Opfers aus und verlässt den Zug. Dadurch soll der Eindruck einer unbeabsichtigten Verwechslung entstehen. In vielen Fällen bemerken Geschädigte den Diebstahl erst viel später oder gehen zunächst von einem Irrtum aus, wodurch die Tat erst verspätet gemeldet wird.

Die Bundespolizei empfiehlt Reisenden, Gepäckstücke niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Achten Sie auch auf ausreichend Abstand zu fremden Personen. Führen Sie nur so viel Bargeld und so viele Zahlungskarten mit, wie tatsächlich benötigt werden, und tragen Sie sie möglichst nah am Körper.

Wertgegenstände, Ausweisdokumente, Zahlungsmittel und Mobiltelefone sollten immer am Körper oder in unmittelbarer Reichweite aufbewahrt werden. Tragen Sie Taschen auch so, dass die Verschlussseite zum Körper zeigt.

Quelle: Presseportal

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