Eine 86 Jahre alte Frau wurde auf dem Friedhof beklaut, als sie ihre Handtasche unbeaufsichtigt ließ. Die Polizei gibt Tipps zur Vorbeugung von Taschendiebstählen.
Handtaschendiebstahl auf Friedhof in Neuss

Neuss (ost)
Eine 86-jährige Frau aus Neuss wurde am Mittwochvormittag (05.08.) gegen 11:05 Uhr auf dem Hauptfriedhof an der Rheydter Straße im Stadionviertel bestohlen. Die ältere Dame hatte ihre Handtasche mit Geldbörse am Rollator gelassen und war kurz zum Brunnen gegangen, um Wasser zu holen.
Als sie zurückkehrte, war die Geldbörse verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt waren mehrere Personen auf dem Friedhof, aber niemand in unmittelbarer Nähe. Die Neusserin hatte den Diebstahl selbst nicht beobachtet.
Neben einem mittleren zweistelligen Geldbetrag fehlen der Seniorin nun auch ihr Personalausweis, ihre Krankenversicherungskarte und ihr Schwerbehindertenausweis.
Das ist besonders ärgerlich, denn neben dem finanziellen Schaden und den Kosten für die Ersatzbeschaffung kommen nun auch noch einige Behördengänge auf die ältere Frau zu.
Die Polizei empfiehlt daher:
Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Vorderseite des Körpers oder klemmen Sie sie unter den Arm. Bewahren Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstaschen, Einkaufskörben oder Einkaufswagen auf, sondern tragen Sie sie möglichst nah am Körper. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Geschäft (auch bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt stehen.
Weitere Ratschläge zum Schutz vor Taschendiebstahl finden Sie auf der Website der Polizei unter polizei.nrw/artikel/taschendiebstahl-augen-auf-und-tasche-zu-langfinger-sind-immer-unterwegs.
Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 22 unter der Telefonnummer 02131 300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden. (-14014)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 stiegen von 37321 auf 39519 Fälle. Im Jahr 2023 wurden 2725 Fälle gelöst, während 1897 Verdächtige identifiziert wurden, darunter 1442 Männer und 455 Frauen. Von den Verdächtigen waren 1520 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region mit den meisten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








