Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Hemer: Angriff auf Rettungskräfte und Diebstahl, Ein Jugendlicher attackierte Helfer und ein Standrohr wurde gestohlen.

Ein betrunkener Teenager griff Rettungskräfte an, während ein Standrohr von einer Baustelle verschwand. Eine Frau fiel auf einen Online-Betrug herein.

Foto: unsplash

Hemer (ost)

Am Freitagabend griff ein 17-Jähriger in Ihmert zuerst Rettungskräfte und dann Polizeibeamte an. Der Rettungswagen kam gegen 18 Uhr an. Ein stark alkoholisierter Minderjähriger versuchte, die Rettungshelfer zu attackieren. Ein Verwandter hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Vor den Beamten schlug der Jugendliche einem der Rettungshelfer ins Gesicht, sodass dessen Brille weg flog. Als die Polizeibeamten ihn festhielten, beschimpfte er sie vor vielen Zuschauern als „Wichser“ und „Drecksbullen“, versuchte nach ihnen zu treten und spuckte in ihre Richtung. Der Rettungsdienst brachte ihn mit Unterstützung der Polizei auf die Intensivstation eines Krankenhauses. Die Polizeibeamten erstatteten Anzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung auf sexueller Grundlage.

Ein Standrohr mit Schlüssel wurde zwischen Mittwochmittag und Freitagmorgen von einer Baustelle in der Zeppelinstraße gestohlen.

Bei der Suche nach einem Klarsicht-Getränkekühlschrank stieß eine Hemeranerin im Internet auf ein vermeintliches Schnäppchen. Die Webseite schien zu einer bekannten deutschen Supermarkt-Kette zu gehören. Die Frau bestellte und zahlte mit Kreditkarte. Sie wurde misstrauisch, als sie bemerkte, dass das Geld nach Hongkong floss. Deshalb erstattete sie online Anzeige bei der Polizei. Extrem niedrige Preise verleiten Kunden dazu, unvorsichtig zu sein. Künstliche Intelligenz macht es immer einfacher, professionell aussehende Webshops zu erstellen, die auf den ersten Blick kaum von den Originalen zu unterscheiden sind. Werden sie entdeckt, verschwinden sie schnell wieder. Es gibt Verkaufsplattformen, die nur für kurze Zeit online sind. – Die Polizei empfiehlt: Seien Sie skeptisch bei extrem günstigen Preisen. Achten Sie auf ein Impressum! Allerdings können auch dort alle Informationen gefälscht sein. – Geben Sie den Namen des Shops zusammen mit dem Begriff „Fake-Shop“ in eine Suchmaschine ein und überprüfen Sie die angezeigten Listen! Auch Verbraucherzentralen bieten Informationen. – Keine Vorkasse – besonders nicht auf ausländische Konten! Wählen Sie sichere Zahlungsmethoden wie „Kauf auf Rechnung“! Abbuchungen vom Girokonto, Kreditkartenzahlungen können rückgängig gemacht werden – möglicherweise auch Überweisungen. Kunden sollten sich jedoch umgehend mit ihrer Bank in Verbindung setzen. – Beweise sichern (z.B. per Screenshot). – Lesen Sie die Produktbeschreibungen: Bietet der Anbieter das gesuchte Produkt an oder nur die Verpackung? – Bei Einkäufen über Auktionsplattformen: Lassen Sie sich nicht auf Angebote von Verkäufern ein, die Ware außerhalb der Plattform verkaufen. Dies umgeht alle Käuferschutzfunktionen. Bei teuren Artikeln nutzen Sie den Treuhandservice! – Schützen Sie Ihre E-Mail- und Kundenkonten mit verschiedenen Passwörtern, die aus mindestens acht Zeichen bestehen (Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen). Je länger, desto besser. Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen, um zeitnah über Kontobewegungen, Bestellungen oder Buchungen informiert zu werden. Nehmen Sie Bewertungen anderer Kunden ernst. Im Zweifelsfall erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (cris)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb relativ konstant bei 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24