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Hemer: Diebstahl und Betrug

Taschendiebstahl in Geschäft am Neuen Markt, Finanzberater-Betrug im Internet mit sensiblen Daten

Foto: Depositphotos

Hemer (ost)

Taschendiebe waren am Donnerstag in einem Laden am Neuen Markt mit Schere oder Messer unterwegs. Eine 76-jährige Hemeranerin meldete am Morgen den Vorfall bei der Polizei. Sie erzählte, dass sie sich ab etwa 9.30 Uhr in einem Warenhaus aufgehalten habe. Dort wurde sie von einer Unbekannten angerempelt, die sich jedoch sofort entschuldigte. Zu diesem Zeitpunkt machte sich die Seniorin keine weiteren Gedanken über die Begegnung. Dies änderte sich kurz darauf an der Kasse: Dort bemerkte sie, dass ihre Umhängetasche aufgeschnitten und die Geldbörse gestohlen wurde. Eine Nahbereichsfahndung der Polizei nach der Täterin blieb erfolglos. Die Polizei sperrte die mit der gestohlenen Bankkarte und warnt erneut vor Taschendieben: Wertsachen sollten möglichst eng am Körper aufbewahrt werden. Eine PIN darf keinesfalls im Portemonnaie aufbewahrt werden.

Bei der Suche nach einem Finanzberater im Internet ist ein Hemeraner Ehepaar möglicherweise an eine Betrügerin geraten. Im Zuge der vermeintlichen “Beratung” übermittelten die Opfer Kopien ihres Ausweises und einer Lohnabrechnung. Danach brach der Kontakt ab. 14 Tage später bemerkte die Frau, dass ihr Lohn noch nicht auf ihrem Konto eingegangen war. Es stellte sich heraus, dass ihrem Arbeitgeber eine neue Kontoverbindung mitgeteilt wurde. Das Schreiben enthielt eine Kopie des Ausweises der Frau, sodass niemand in der Personalabteilung Verdacht schöpfte. Die Opfer erstatteten Anzeige. Die Polizei warnt erneut davor, sensible Daten preiszugeben. Dazu zählen auch Kopien von Ausweisen. Einmal versendete Ausweiskopien können unter Umständen auch Jahre später noch für Betrügereien verwendet werden. (cris)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 1980 auf 2725 stieg, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1897 relativ konstant. Davon waren 1442 männlich und 455 weiblich, wobei die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 1284 auf 1520 anstieg. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl von Taschendiebstahlfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 39.519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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