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Hemer: Wiegeaktion für Campingmobile am Sauerlandpark

78 Campingmobile und Wohnwagen-Gespanne wurden gewogen. Polizei und ADAC bieten kostenlose Wiegeaktion an, um Überladung und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

78 Wohnwagengespanne und Campingmobile fuhren am Dienstag auf die Waage und testeten so, ob sie leicht genug auf Reise gehen können.
Foto: Presseportal.de

Hemer (ost)

Am Dienstag fuhren 78 Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne auf die Fahrzeugwaage am Sauerlandpark: ADAC und Polizei boten eine kostenlose Wiegeaktion auf dem Gelände der Verkehrswacht an der Sonnenblumenallee an.

Die Mitarbeiter der Polizei MK und des ADAC Westfalen waren erfreut über die große Resonanz. Schon über zwei Stunden vor Beginn der Aktion stellten sich die ersten Gespannfahrer an der Schranke zum Verkehrssicherheitsgelände auf. Dies zeigt aus Sicht der Polizei, dass viele Fahrer von Gespannen oder Wohnmobilen auf Sicherheit setzen.

Obwohl die mobilen Ferienunterkünfte viel Platz für Gepäck bieten, stoßen sie schnell an ihre Gewichtsgrenzen. Zu schwere Fahrzeuge verhalten sich besonders in Gefahrensituationen anders: Sie brechen in Kurven aus, kippen aufgrund zu hoch gelagerter Gegenstände um und verlängern die Bremswege. Die Dauerbelastung bei hohen Temperaturen könnte Reifen zum Platzen bringen. Auch Achsenbrüche sind möglich.

Viele Camper sind mit Zusatzteilen wie Markisen ausgestattet. Am Heck ist Platz für einen Fahrradträger mit zwei oder drei Pedelecs. Nicht nur die internen Tanks werden gefüllt, sondern auch mehrere Packungen Mineralwasser aus dem Discounter eingeladen. Für Passagiere bleibt dann kaum noch Platz.

Um ein Gefühl für das Gewicht zu bekommen, bieten Polizei und ADAC Wiegeaktionen wie diese an. Die ADAC-Waagen erfassen das Gewicht pro Achse und das Gesamtgewicht. Ein Messprotokoll wird ausgedruckt. Ein Blick in den Fahrzeugschein zeigt, wie viel Gewicht zu Hause bleiben muss, um sicher zu gehen.

Bei Kontrollen unterwegs wird es teuer: Bußgelder beginnen bei zehn Euro für eine fünfprozentige Überschreitung. Bei 20 Prozent werden bereits 95 Euro fällig und es gibt einen Punkt in Flensburg.

In beliebten Urlaubsländern wie der Schweiz, Österreich oder Frankreich gelten strengere Regeln und Strafen. Dort könnte eine Überschreitung dazu führen, dass die Urlaubsfahrt von der Polizei beendet wird.

Am Dienstag gaben die Polizeibeamtinnen in Hemer freundliche Hinweise und Tipps für die Reise, zum Beispiel zu aktiven Pausen. Nicht nur die Technik kann Probleme machen, sondern auch der Zustand der Fahrer.

Reisende sollten auch an die Sicherheit vor Diebstahl denken. Nicht jeder, der am Straßenrand winkt, hat Gutes im Sinn. Auf dem Weg in den Urlaub sollte man nicht alle Wertsachen sichtbar im Auto lassen. Immer abschließen! Auch wenn Camper ruhige Orte bevorzugen, sind belebte Umgebungen und gut beleuchtete Bereiche sicherer.

Die Ladung sollte tief verstaut und gegen Verrutschen gesichert sein. Das gilt auch für Wasserflaschen und Proviant, die sich bei einer Vollbremsung in gefährliche Geschosse verwandeln können. Haustiere sollten in Transportboxen oder mit speziellen Gurten gesichert werden.

Bei einer Panne rät die Polizei, alle Insassen aussteigen zu lassen und hinter Leitplanken, abseits der Fahrbahn, auf Hilfe zu warten. Warndreiecke sollten je nach Tempolimit aufgestellt werden – zum Beispiel 100 Meter vor dem Pannenfahrzeug auf Landstraßen. #sicherInDenUrlaub (cris)

Quelle: Presseportal

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