Ein 64-jähriger Mann aus Hennef wird verdächtigt, Kokain gehandelt zu haben. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten verschiedene Drogen und beschlagnahmten Waffen.
Hennef: Drogenfund bei Durchsuchung

Hennef (ost)
Untersuchungen in einem Drogenfall führten zu dem Verdacht, dass ein 64-jähriger Mann aus Hennef wiederholt Kokain erworben haben könnte. Aufgrund der entdeckten Mengen vermuteten die Ermittler, dass der Mann möglicherweise selbst mit Rauschgift handelt.
Ein Durchsuchungsbeschluss, beantragt von der Staatsanwaltschaft, wurde vom Gericht erlassen und von Beamten des Kriminalkommissariats 3 der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis gestern (17. September 2026) vollstreckt. Bei der Durchsuchung wurde ein Rauschgiftspürhund eingesetzt. Der Verdächtige wurde in seiner Wohnung angetroffen.
Verschiedene Drogen, darunter mehrere Gramm Kokain, Heroin, Amphetamin, verschreibungspflichtige Medikamente und eine große Menge Marihuana wurden gefunden. Zudem wurde ein verbotenes Butterflymesser entdeckt. Ein Teil der Betäubungsmittel befand sich in den Waffenschränken des Mannes.
Aufgrund der legalen Schusswaffenbesitzes des Hennefers wurde die Waffenbehörde des Rhein-Sieg-Kreises eingeschaltet. In Absprache mit ihnen wurden neun Langwaffen und zwei Kurzwaffen beschlagnahmt.
Der 64-jährige Mann wurde vorübergehend von der Polizei festgenommen und zur Wache gebracht. Nach Abschluss der erforderlichen Maßnahmen wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen.
Die Ermittlungen laufen nun aufgrund des Verdachts auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Nähe der Drogen zu den Waffen könnte zu einer höheren Strafe führen. Zudem prüft die Waffenbehörde mögliche Konsequenzen für die waffenrechtliche Erlaubnis des Mannes.
Die Auswertung der zahlreichen sichergestellten Beweismittel ist noch im Gange. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es 2023 57879 Verdächtige gab. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen blieb relativ konstant bei 49610 in 2022 und 51099 in 2023. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg von 6757 auf 6780 an. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 16655 in 2022 auf 18722 in 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, in denen die meisten Drogenfälle registriert wurden – 73917 in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 – zeigt sich, dass diese Region weiterhin mit einem hohen Drogenproblem konfrontiert ist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








