Am Freitagabend kam es zu zwei Verfolgungsfahrten in Dortmund. Ein Mann flüchtete zu Fuß, Jugendliche verursachten einen Unfall mit gestohlenem Kleinkraftrad.
Henrichenburg: Zwei Verfolgungsfahrten in Dortmund enden mit Unfällen

Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 0706
Am Abend des Freitags (21. August) gab es in Dortmund zwei separate Verfolgungsjagden. Während ein 27-jähriger Mann nach einem Verkehrsunfall zu Fuß floh und kurz darauf festgenommen wurde, endete die Flucht zweier Jugendlicher auf einem gestohlenen Kleinkraftrad mit einem Verkehrsunfall.
Ein Streifenwagen beabsichtigte um 18 Uhr auf der A2 in Richtung Oberhausen eine allgemeine Verkehrskontrolle durchzuführen. Bevor sie jedoch Anhaltezeichen an der Ausfahrt Waltrop geben konnten, beschleunigte der Fahrer sein Fahrzeug stark und nutzte alle Fahrspuren der Autobahn, um seine Flucht fortzusetzen.
Bei der Ausfahrt Henrichenburg verlor der 27-jährige Mann aus Hürth die Kontrolle über sein Auto. Der Pkw überschlug sich mehrmals und kam im Bereich des Sichtdreiecks zum Stillstand. Von dort setzte er seine Flucht zu Fuß fort. Die Polizei leitete weitere Fahndungsmaßnahmen ein. Mit zusätzlichen Einsatzkräften und dem Polizeihubschrauber gelang es, den Flüchtigen zu finden und kurze Zeit später widerstandslos festzunehmen.
Vor Ort ergaben sich Hinweise, dass der Verunfallte keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Zur Entnahme einer Blutprobe wurde der Verdächtige zur nächsten Polizeiwache gebracht.
Im Unfallfahrzeug fanden die Beamten eine große Menge Betäubungsmittel und stellten sie sicher. Außerdem waren die angebrachten Kennzeichen nicht für das verunfallte Auto zugelassen.
Die Ausfahrt Henrichenburg war während der Unfallaufnahme gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 50.000 Euro.
Es lagen keine besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft vor.
Auch am 21. August gegen 18:30 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung auf der Provinzialstraße in Dortmund ein Kleinkraftrad ohne Kennzeichen. Auf dem Zweirad saßen zwei Männer, die beide keinen Helm trugen.
Die Beamten beschlossen, eine Verkehrskontrolle durchzuführen und gaben klare Anhaltezeichen an der Provinzialstraße/Karinstraße. Der Fahrer ignorierte diese jedoch, beschleunigte und fuhr weiter.
Während der Verfolgung kam es nach ersten Erkenntnissen zu einer leichten Kollision zwischen dem Streifenwagen und dem Kleinkraftrad. Das Zweirad kollidierte dann mit einem geparkten Auto.
Die beiden Verdächtigen sind 14 und 15 Jahre alte Jugendliche aus Dortmund. Der 14-Jährige fuhr das Kleinkraftrad, während der 15-Jährige als Beifahrer mitfuhr. Beide erlitten leichte Verletzungen bei dem Unfall. Rettungskräfte brachten sie zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Von dort wurden sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
Im Rahmen weiterer Maßnahmen stellten die Polizisten fest, dass das Kleinkraftrad am Vortag gestohlen worden war. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Außerdem fanden die Beamten bei einem der Jugendlichen eine PTB-Waffe und stellten diese ebenfalls sicher. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2022 und 2023 sind angestiegen. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917 an, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtunfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle, was 8,68% entspricht, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen wurden 6.889 Unfälle registriert (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








