Die Polizei ermittelt nach Messerstichen an einem 18-Jährigen in Enger. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und in Untersuchungshaft genommen.
Herford: Tötungsdelikt in Enger

Bielefeld (ost)
KK/ Bielefeld/ Enger – Am Donnerstag, 30.04.2026, wurde der Polizei Herford eine gewaltsame Auseinandersetzung in einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße in Enger gemeldet. Ein 18-jähriger Engeraner wurde dabei lebensgefährlich durch Messerstiche verletzt.
Das Polizeipräsidium Bielefeld, zuständig für Tötungsdelikte, hat eine Mordkommission unter Leitung von Erster Kriminalhauptkommissar Markus Mertens eingesetzt. Diese ermittelt gemeinsam mit Kriminalbeamten der Polizei Herford im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Um 19:50 Uhr alarmierte eine Zeugin die Rettungskräfte über Notruf. Es kam zu einem familiären Streit in einer Wohnung zwischen einem 51-jährigen Mann und seiner 51-jährigen Ehefrau. Der Tatverdächtige griff zunächst seine Frau mit einem Küchenmesser an und verletzte letztlich den 18-jährigen Sohn.
Der 18-jährige Verletzte wurde in der Wohnung in der Bahnhofstraße gefunden, medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Aufgrund der schweren Verletzungen musste er notoperiert werden. Sein Zustand war zunächst lebensbedrohlich, hat sich aber mittlerweile stabilisiert. Er wurde ins künstliche Koma versetzt und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.
Der Tatverdächtige befand sich bei Ankunft der Polizei noch am Tatort, ließ sich widerstandslos festnehmen und wurde in Gewahrsam genommen. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen und die mutmaßliche Tatwaffe in der Wohnung sichergestellt.
Sowohl das Opfer als auch der Tatverdächtige und dessen Ehefrau besitzen die ukrainische Staatsbürgerschaft und sind als Kriegsflüchtlinge in Deutschland.
Der Tatverdächtige war zur Tatzeit betrunken. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen dauern an.
Am Freitag, den 01.05.2026, wurde der 51-jährige Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld dem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vorgeführt. Er wurde von einem Pflichtverteidiger vertreten und machte keine Angaben zur Sache.
Der Haftrichter erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen, davon in einem Fall in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung. Anschließend wurde der 51-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Darunter waren 458 männliche Verdächtige und 60 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 596 männliche und 75 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Trotz des Anstiegs liegt Nordrhein-Westfalen nicht an der Spitze der Mordfälle in Deutschland im Jahr 2023, wo 470 Fälle registriert wurden.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








