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Hilden: Aufmerksame Zeugin verhindert Taschendiebstahl

Eine 87-jährige Frau erhielt dank einer aufmerksamen Zeugin ihr gestohlenes Portemonnaie zurück. Die Polizei warnt vor Taschendiebstählen und gibt Sicherheitstipps.

Symbolbild: Polizei
Foto: Presseportal.de

Hilden (ost)

Ein aufmerksamer Zeuge hat dazu beigetragen, dass eine 87-jährige Frau am Donnerstag, den 20. August 2026, in Hilden ihr gestohlenes Portemonnaie zurückbekam. Die Polizei warnt vor ähnlichen Vorfällen.

Der Vorfall ereignete sich wie folgt:

Um 14:40 Uhr beobachtete eine 62-jährige Frau in der Kurt-Kappel-Straße drei Frauen, die versuchten, den Rucksack einer älteren Dame zu stehlen. Als sie sah, wie das Trio das Portemonnaie entwendete, griff sie ein und konfrontierte die Diebinnen. Eine der Verdächtigen gab schließlich das gestohlene Portemonnaie zurück, bevor das Trio floh.

Die alarmierten Polizeikräfte konnten die Diebinnen mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit im Zuge der Fahndung festnehmen. Gegen die Frauen im Alter von 20, 29 und 36 Jahren, die bereits polizeibekannt sind, wurde ein Verfahren eingeleitet.

Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt vor Diebstählen. Die Polizei gibt folgende Ratschläge:

Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht offen in Ihrer Handtasche, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung. Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel sind ebenfalls empfehlenswert. Seien Sie besonders in Menschenmengen wachsam, da Diebe versuchen könnten, Sie abzulenken, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie skeptisch, wenn Sie von Fremden angesprochen werden, unabhängig von deren Anliegen.

Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche immer geschlossen unter dem Arm und mit dem Verschluss zum Körper hin. In Geschäften, Fußgängerzonen oder anderen belebten Bereichen sollten Sie Rucksäcke ebenfalls geschlossen unter dem Arm tragen. Bewahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Handy und Schlüssel nicht offen auf. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen. Notieren Sie sich die Daten Ihrer Bankkarten (Kontonummer und Bankleitzahl) sowie die Gerätenummer (IMEI) Ihres Handys. Tragen Sie diese Notizen niemals bei sich, sondern bewahren Sie sie sicher zuhause auf.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg auch die Anzahl der Verdächtigen von 1.633 im Jahr 2022 auf 1.897 im Jahr 2023. Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 1.284 im Jahr 2022 auf 1.520 im Jahr 2023 anstieg. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Taschendiebstahlfällen in Deutschland, insgesamt 39.519 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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