Die Polizei verzeichnete 44 Verkehrsunfälle durch Schnee und Glatteis, darunter ein schwerer Unfall in Eggerscheidt.
Hilden: Winterunfälle im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann (ost)
Die anhaltende Winterwetterlage hat die Polizei im Kreis Mettmann beschäftigt.
Von Montag, dem 5. Januar 2026, 16 Uhr, bis Dienstag, dem 6. Januar 2026, 6 Uhr, ereigneten sich insgesamt 44 Verkehrsunfälle im gesamten Kreisgebiet. Glücklicherweise blieb es meistens bei Blechschäden.
In Velbert gab es nur zwei wetterbedingte Unfälle, in Heiligenhaus drei, während die Polizei in Ratingen gleich zehn solcher Delikte verzeichnete.
Ein spezieller Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Stadtteil Eggerscheidt:
Um 16:40 Uhr fuhr ein 32-jähriger Mettmanner bei starkem Schneefall mit einem Cupra Formentor, der nur mit Sommerreifen ausgestattet war, die Straße Am Schwarzebruch entlang. Er gab an, dass ein anderes Auto ihn in Richtung Mülheimer Straße überholte. Das unbekannte Fahrzeug soll den Formentor beim Überholen berührt haben. Daraufhin verlor der 32-Jährige die Kontrolle, kam von der Straße ab und prallte gegen einen Laternenmast.
Der Mettmanner wurde verletzt und von den alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf 23.000 Euro geschätzt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrerflucht eingeleitet, und die Polizei bittet um Hinweise zum Unfallgeschehen und zum flüchtigen Verursacher.
In Wülfrath gab es keine wetterbedingten Verkehrsunfälle, aber in Mettmann ereigneten sich gleich drei.
Im Südkreis gab es eine erhöhte Anzahl von Einsätzen: In Hilden verzeichnete die Polizei innerhalb kurzer Zeit sieben Unfälle, und in Langenfeld kam es im frühen Abend zu insgesamt zehn wetterbedingten Einsätzen auf den Straßen.
In Haan wurden vier, in Erkrath drei und in Monheim am Rhein zwei Unfälle mit Blechschäden gemeldet.
Die insgesamt niedrigen Unfallzahlen zeigen, dass die meisten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sich wetterbedingt vorsichtig im Straßenverkehr verhalten haben. Die Polizei lobt dieses umsichtige Verhalten.
Die Polizei bittet aufgrund der anhaltenden Witterungsbedingungen weiterhin um besondere Vorsicht und empfiehlt, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden. Fahrzeuge, die bei diesen Wetterbedingungen mit Sommerreifen ausgestattet sind, sollten nicht benutzt werden. Andernfalls kann dies mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister geahndet werden. Im Falle eines Unfalls drohen sogar 120 Euro Bußgeld und ein Punkt. Zudem kann der Versicherungsschutz eingeschränkt sein, was zu erheblichen Kosten führen könnte.
Achten Sie auch auf saubere Windschutzscheiben für ausreichende Sicht und Frostschutzmittel für das Scheibenwischwasser. Bei längeren Fahrten sollte immer warme Kleidung und eine Wolldecke im Auto bereitliegen.
Die Polizei wünscht auch heute eine gute und sichere Fahrt im Kreis Mettmann.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2.13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0.59% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle (87.36%) waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 Unfälle (2.74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1.08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11172 Schwerverletzte und 68000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








