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Hochheide: Presseerklärung Staatsanwaltschaft und Polizei Duisburg

Ein Streit am Weißen Riesen eskalierte, ein 22-Jähriger verletzt. Staatsanwaltschaft wertet Tat als versuchtes Tötungsdelikt.

Foto: Depositphotos

Duisburg (ost)

Aus bisher unbekannten Gründen kam es vor dem Weißen Riesen in der Ottostraße in der Nacht zum Samstag (18. Juli, 02:19 Uhr) zu einer Eskalation eines Streits zwischen einem 22-Jährigen (der am nächsten Tag vorläufig festgenommen wurde) und mehreren Personen.

Beim Eintreffen der Polizei am Weißen Riesen trafen sie auf Personen, die in den Streit verwickelt waren. Drei von ihnen waren verletzt. Die Beamten leisteten Erste Hilfe bei einem 22-Jährigen, der schwer verletzt war, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Die Beteiligten berichteten den Einsatzkräften, dass der 22-jährige Verdächtige während eines verbalen Streits eskalierte und mutmaßlich mit einem Messer Personen verletzte. Danach flüchtete er.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg betrachtet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt, was zur Einrichtung einer Mordkommission bei der Polizei Duisburg führte. Hinweise aus der Bevölkerung und die Ermittlungen führten die Beamten am Sonntag (19. Juli) zu einem 22-jährigen algerischen Staatsbürger. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ eine Richterin am Amtsgericht Duisburg einen mündlichen Durchsuchungsbeschluss für eine Wohnung, in der sich der Verdächtige aufhalten sollte. Der Mann wurde in der Wohnung angetroffen und widerstandslos vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter am Amtsgericht Duisburg am Montagmittag (20. Juli) einen Haftbefehl unter anderem wegen versuchten Totschlags. Die Ermittlungen zu den Motiven und Hintergründen dauern derzeit an. Der verletzte 22-Jährige schwebt derzeit nicht in Lebensgefahr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wovon 357 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 518, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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