Die Polizei im Kreis Höxter beobachtet einen Anstieg von Unfällen mit E-Scootern und Fahrrädern. Gezielte Kontrollen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen.
Höxter: Schwerpunktkontrollen bei E-Scootern und Fahrrädern zeigen Wirkung

Kreis Höxter (ost)
Einen besorgniserregenden Trend beobachtet die Polizei auf den Straßen im Kreis Höxter: Es gibt einen gravierenden Anstieg von Unfällen mit E-Scootern und Fahrrädern, bei denen auch Verletzte zu beklagen sind. Gleichzeitig bleibt die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle konstant hoch.
Ein Mittel, dieser Entwicklung wirksam zu begegnen, sind neben Präventionsmaßnahmen gezielte Kontrollen: “Jeder Unfall im Kreis Höxter ist einer zu viel. Wenn die Appelle zur freiwilligen Einhaltung der Verkehrsregeln nicht ausreichen, müssen wir konsequent einschreiten”, betont Markus Tewes, Leiter der Direktion Verkehr. “Wer zum Beispiel verbotswidrig Gehwege nutzt, rote Ampeln missachtet oder zu zweit auf einem E-Scooter fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern massiv auch ältere Mitmenschen und spielende Kinder.”
So führte die Kreispolizeibehörde kürzlich wieder einen Fahrradkontrolltag durch, bei dem der Schwerpunkt auf falschem Verhalten von Fahrradfahrenden, zu Fuß gehenden und E-Scooter-Fahrenden lag. Gesamtbilanz: Während Fahrräder und Fußgänger weitgehend unauffällig blieben, mussten bei E-Scootern 13 Verwarngelder erhoben werden. Hinzu kamen zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und sogar zwei Strafanzeigen.
Ein ähnliches Bild ergab sich bei einer Kontrolle in der Fußgängerzone von Höxter, die von dem Bezirksdienst der Polizei gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Höxter durchgeführt wurde. In der Fußgängerzone ist das Radfahren in der Zeit von 9 bis 19 Uhr verboten, E-Scooter sind die ganze Zeit tabu und müssen geschoben werden. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Kontrolle: Insgesamt acht Verwarngelder für sieben Fahrräder und einen E-Scooter.
Angesichts der hohen Unfallzahlen will die Kreispolizeibehörde Höxter Kontrolldruck auch in den kommenden Wochen im gesamten Kreisgebiet aufrechterhalten.
So beteiligt sich die Polizei im Kreis Höxter unter anderem am europaweiten “Tag ohne Verkehrstote” am Donnerstag 17. September, der im Rahmen der internationalen ROADPOL “Safety Days” stattfindet. Ziel der Kampagne ist es, durch verstärkte Präsenz, gezielte Kontrollen und Aufklärung das Bewusstsein für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr zu schärfen. Den gesamten Donnerstag und die folgenden Tage wird die Polizei an unterschiedlichen Standorten im Kreisgebiet verstärkt Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen durchführen.
Direktionsleiter Markus Tewes dazu: “Ein ‘Tag ohne Verkehrstote’ darf keine Ausnahme bleiben, sondern muss unser täglicher Anspruch sein. Hinter jeder Zahl in der Unfallstatistik steht ein Schicksal, eine Familie, ein Verlust. Wer sich ans Tempolimit hält und das Handy im Auto beiseite legt, schützt nicht nur sich selbst, sondern übernimmt Verantwortung für alle Menschen auf unseren Straßen.” /nig
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 3.764 Fällen, also 0,59%, vergleichsweise gering. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








