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Hürtgenwald: Erfolgreicher Einsatz gegen Rekord-Waldbrand

Bergische Kräfte halten Flammen in Schach, dank enormer Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Einsatzdauer verdoppelt, taktischer Durchbruch mit neuen Brandschneisen.

Das Bild zeigt die Festlegung einer Schneise, die vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW angelegt werden soll. Foto: M.Pölcher (Fw Solingen)
Foto: Presseportal.de

Solingen (ost)

HÜRTGENWALD / WUPPERTAL / SOLINGEN / REMSCHEID. Wichtiger Etappenerfolg im Katastrophengebiet Hürtgenwald (Eifel): Im Kampf gegen den bislang größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen hat die Feuerwehr-Bereitschaft aus dem bergischen Städtedreieck die Flammen nicht nur erfolgreich in Schach gehalten, sondern drängt das Feuer nun gezielt zurück. Zuvor war die Einsatzdauer für die 121 Helfer aus Wuppertal, Solingen und Remscheid auf Bitten der Gesamteinsatzleitung von 12 auf 24 Stunden verdoppelt worden. Neben logistischem Nachschub aus der Heimat erfährt das Team vor Ort eine überwältigende Unterstützung durch die Menschen in der Region.

Berührende Unterstützung durch die Menschen vor Ort

Neben der professionellen Logistik sorgt vor allem die Herzlichkeit der lokalen Bevölkerung für einen enormen Motivationsschub bei den erschöpften Einsatzkräften. Die Menschen aus der Region unterstützen die Einheiten unaufgefordert und mit einer riesigen Welle der Hilfsbereitschaft: Sie versorgen die Feuerwehrleute im Bereitstellungsraum direkt mit zusätzlichen Lebensmitteln, Snacks und Erfrischungen. Diese spontane zivile Hilfe spendet den Kräften bei der schweren Arbeit in der Hitze wichtige Energie und stärkt den Helfern spürbar den Rücken.

Feuerwehrführung spricht herzlichen Dank aus

Die Führung der bergischen Feuerwehren zeigt sich zutiefst bewegt von dieser Solidarität. “Die Gastfreundschaft und die Unterstützung, die unseren Einsatzkräften hier in der Eifel in dieser schwierigen Lage entgegengebracht werden, sind absolut herausragend. Im Namen aller 121 Frauen und Männer im Einsatz möchten wir der Eifeler Bevölkerung ein herzliches Dankeschön aussprechen – diese Hilfe ist für uns nicht selbstverständlich und gibt uns enorme Kraft”, betont die Einsatzleitung der bergischen Bereitschaft.

Taktischer Durchbruch dank neuer Brandschneisen

Durch das erfolgreiche Zurückdrängen der Brandfronten bot sich den bergischen Kräften in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW eine strategische Chance. Mit schwerem Gerät wurden im dichten Unterholz weitere Brandschneisen geschlagen. Über diese neu geschaffenen Zugangswege kann nun ein deutlich effektiverer und gezielterer Löschangriff direkt in den betroffenen Einsatzabschnitt vorgetragen werden.

Feldbetten-Nachschub sichert die Nacht im Katastrophengebiet

Die unerwartete Verdopplung der Dienstzeit bedeutet für die Einheiten, dass die Nacht im Schadensgebiet überbrückt werden muss. Um den Kräften bei extremen Temperaturen und schwerer körperlicher Arbeit die nötigen Ruhepausen im Rotationsprinzip zu ermöglichen, reagierten die Heimatfeuerwehren prompt: Ein kurzfristig organisierter Logistiktransport brachte am Nachmittag Feldbetten und zusätzliche Versorgungsgüter aus dem Städtedreieck direkt in die Eifel.

Optimismus vor geplanter Übergabe am Sonntagmorgen

Die bergischen Brandschützer sind frohen Mutes, ihren zugewiesenen Einsatzabschnitt morgen Früh im stabilisierten Zustand erfolgreich an die Gesamteinsatzleitung übergeben zu können, wenn sie plangemäß aus dem Katastropheneinsatz entlassen werden und die Heimreise antreten.

Quelle: Presseportal

nf24