Ermittler entdeckten acht Kilogramm Cannabisprodukte im Schrank eines 37-jährigen Hennefers, der zuvor verdächtigt wurde, in seinem Wintergarten Cannabis anzubauen.
Illegaler Cannabisanbau in Hennef

Hennef (ost)
Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis erhielt einen Tipp, dass ein 37-jähriger Hennefer illegal Cannabis in seiner Wohnung anbaute. Nach weiteren Untersuchungen beantragte die Staatsanwaltschaft Bonn einen Durchsuchungsbeschluss, der am 10. September durchgeführt wurde.
Die Beamten des KK 3, die auf Rauschgiftdelikte spezialisiert sind, sind es gewohnt, bei Einsätzen selbst “zu ernten”, wenn sie Cannabispflanzen oder ganze Plantagen finden. Doch dieses Mal stellte sich der Wintergarten des Verdächtigen als Täuschung heraus: Die dort platzierten Pflanzen ähnelten Cannabis zwar sehr, waren jedoch harmlose Zierpflanzen.
Zunächst schien der Verdacht unbegründet zu sein. Doch ein süßer Geruch ließ die erfahrenen Ermittler nicht los. Bei der Durchsuchung eines Schranks fanden sie schließlich die Erklärung: Die “Ernte” war bereits eingebracht worden.
Im Schrank wurden große Mengen Marihuana und Haschisch in ordentlicher Verpackung gefunden. Insgesamt förderten die Beamten rund acht Kilogramm Cannabisprodukte zutage – ohne die Gartenschere verwenden zu müssen.
Neben Cannabis fanden die Ermittler geringe Mengen Amphetamin und Ecstasy sowie weitere Beweismittel: Handys, Speichermedien, Bargeld und Messer. Der bisher unbescholtene Hennefer wurde erkennungsdienstlich behandelt und durfte nach Abschluss der Maßnahmen vorerst nach Hause zurückkehren.
Die Untersuchungen zur Herkunft und Verwendung der sichergestellten Drogen dauern an. (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen von 2022 auf 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg auf 57.879 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 49.610 männlich und 6.757 weiblich im Jahr 2022, während es 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 – liegt Nordrhein-Westfalen nahe an der Spitze der Drogenkriminalität in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








