Eine Iserlohnerin erstattete Anzeige nach Problemen bei Online-Bestellung. Polizei warnt vor Betrügern, die existierende Seiten nachbauen und Kunden täuschen.
Iserlohn: Fake-Shops, Randale an Oberer Mühle und mehr

Iserlohn (ost)
Am Montag erstattete eine Frau aus Iserlohn nach einer Online-Bestellung eine Anzeige bei der Polizei. Bei der Bezahlung gab es offenbar Schwierigkeiten. Die Bank teilte mit, dass die Überweisung nicht durchgeführt werden konnte. Daraufhin überprüfte die Kundin erneut den Shop und stellte fest, dass es sich um eine Kopie des echten Onlineshops handelte. Dies teilte sie der Polizei mit. Es wird vor Fake-Shops gewarnt: Betrüger erstellen tatsächlich existierende Seiten nach, nutzen KI-Unterstützung, melden Vertipper-Adressen oder ähnlich klingende Domains an oder eröffnen voll funktionsfähige, „eigene“ Shops. Der einzige Bereich, der nicht funktioniert, ist der Warenfluss: Kunden zahlen, erhalten jedoch keine Ware. Daher sollte man grundsätzlich sehr vorsichtig bei unbekannten Shops sein. Die Polizei empfiehlt, nach Erfahrungen anderer Kunden zu recherchieren. Überprüfen Sie das Impressum: Wenn sich an der angegebenen Adresse des Designermodenladens tatsächlich eine Bäckerei befindet, ist Vorsicht geboten. Wenn ein Shop zunächst alle möglichen Zahlungsmethoden anbietet, am Ende jedoch nur Vorauszahlung bleibt, ist Vorsicht geboten. Auch extrem niedrige Preise, die sonst nirgendwo zu finden sind, sollten misstrauisch machen. Fake-Shops schießen wie Pilze aus dem Boden und schließen oft nach wenigen Tagen wieder. Dennoch gibt es im Internet Listen solcher Shops, die jedoch nicht immer auf dem neuesten Stand sein können.
Ein Radfahrer entdeckte am Montag gegen 7.30 Uhr ein Feuer im Wald an der Grürmannsheider Straße. Es handelte sich um eine freie Fläche an einem Schotterweg. Die Feuerwehr Iserlohn löschte den Brand. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
Am Montag gegen 17 Uhr haben Unbekannte im Ostflügel des Bethanienkrankenhauses einen Brandmelder eingeschlagen. Die Feuerwehr rückte aus, fand jedoch kein Feuer. Die Polizei ermittelt wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen.
Ein 40-jähriger mutmaßlicher Ladendieb randalierte am Montagmittag in einem Geschäft an der Oberen Mühle. Kurz nach 13 Uhr beobachtete ein Mitarbeiter den Unbekannten dabei, wie er eine Flasche Rum stahl. Als der Zeuge ihn ansprach, wurde der Mann aggressiv und versuchte wegzurennen. Der Mitarbeiter lief hinterher und hielt ihn fest. Daraufhin zog der verhinderte Ladendieb ein Messer, das ihm ein anderer Zeuge abnehmen konnte. Die drei Männer stürzten auf eine Palette. Die hinzukommende Polizei überwältigte ihn. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Ein Arzt nahm ihm Blutproben ab. Er wurde wegen räuberischen Diebstahls angezeigt und erhielt ein Hausverbot von dem Händler.
In den letzten Tagen gab es eine Reihe von Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen. An der Hans-Böckler-Straße, der Schlesischen Straße und der Danziger Straße wurden Heckscheiben von Autos eingeschlagen. An der Hall-Straße rammte ein Unbekannter einen Stockschirm in das Dach eines VW Beetle Cabrio. An der Seilerseestraße wurde am Montag zwischen 7 und 16.20 Uhr der Reifen eines VW Polo zerstochen. An der Straße Am Erbenberg wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag alle vier Reifen eines weißen Hyundai ix55 beschädigt. Zwischen Sonntagabend, 22.30 Uhr, und Montag, 14.40 Uhr, schossen Unbekannte vermutlich mit einer Steinschleuder eine Metallkugel auf einen an der Pestalozzi-Straße geparkten BMW 320I. Es entstand eine Schramme im Lack und eine Scheibe zersplitterte.
An der Bushaltestelle Waldemeistraße an der Westfalenstraße wurde am Sonntag die Scheibe eines Buswartehäuschens eingeschlagen. Kurz zuvor wurde der Polizei dasselbe Vergehen an der Haltestelle Zollernstraße an der Friedrichstraße gemeldet. Weitere ähnliche Vorfälle gab es in Hemer.
In der Nacht zum Montag brachen Unbekannte in ein Geschäft in der Friedrich-Kirchhoff-Straße ein. Sie öffneten ein Fenster an der Südwestseite, durchsuchten die Schränke der Mitarbeiter und die Regale. Zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme konnte nicht festgestellt werden, ob die Einbrecher Beute gemacht haben. (cris)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der registrierten Fälle von 29667 auf 21181. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die meisten männlichen Verdächtigen mit 4726 registriert wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








