Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Iserlohn: Hotel nicht bezahlt

Mit einem gestohlenen Personalausweis hat sich ein Paar am späten Donnerstagabend in einem Hotel in der Iserlohner Innenstadt einquartiert. Die Polizei nahm das Paar vorläufig fest und ermittelt wegen zweier Einmietungsbetrugsfälle.

Foto: Depositphotos

Iserlohn (ost)

Ein Paar hat sich am späten Donnerstagabend mit einem gestohlenen Personalausweis in einem Hotel in der Iserlohner Innenstadt eingenistet. Nachdem die Zahlung per Bankkarte gescheitert war, verließen sie am späten Samstagabend das Hotel, ohne die Rechnung zu begleichen. Die Polizei überprüfte die Videoaufnahmen. Kurz darauf checkten sie in einem anderen Hotel ein. Die Mitarbeiter dort waren jedoch informiert und übergaben die Zimmerschlüssel, alarmierten aber sofort die Polizei. Die Frau (26) und der Mann (37) behaupteten, in der Schweiz und Italien zu leben. Sie hatten immer noch den Schlüssel vom ersten Hotel bei sich. Die Polizei nahm das Paar vorläufig fest und ermittelt wegen zweier Fälle von Betrug durch Unterkunft.

Ein Streit führte am Freitagnachmittag auf die Schlesische Straße. Ein 46-jähriger Mann hatte sich von einem 40-Jährigen ein Fake-Phone aufschwatzen lassen. Der Kontakt hatte auf ein Online-Angebot reagiert und vermeintlich ein originalverpacktes iPhone 17 Pro erworben. Er öffnete die Verpackung erst zu Hause und stellte fest, dass das Gerät Mängel aufwies. Deshalb suchte er den Verkäufer erneut auf, was zu einem Streit führte. Der Verkäufer behauptete gegenüber der Polizei, dass er das iPhone zusammen mit einem Vertrag von einem Mobilfunkanbieter erhalten habe. Er wusste nichts von einer Fälschung. Eine erste Überprüfung durch die Polizei ergab eine Reihe von Fälschungsmerkmalen. Unter anderem gab es in den Einstellungen eine “Apfel-ID”. Die Polizei stellte das Gerät sicher und warnt vor einem florierenden Handel mit nachgebauten, angeblich hochwertigen iPhones.

Am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr brannte am Sportplatz Kalthof im Gebüsch ein Koffer. Ein Zeuge bemerkte den Rauch, ging der Ursache nach und löschte das Feuer. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Unbekannte zerstörten am Sonntag gegen 22.45 Uhr an der Friedrichstraße die Scheibe eines Bushäuschens an der Haltestelle “Zollernstraße”. Die Polizei erstattete Anzeige.

Ein 85-jähriger Mann wurde am Freitag im Wiesengrund bestohlen. Er hatte eingekauft, steckte die Geldbörse in seinen Jutebeutel und ging dann in einen Discounter. An der Kasse bemerkte er, dass das Portemonnaie fehlte. Während er seine Waren einsammelte, hatte er nichts Verdächtiges bemerkt. Die Polizei sperrte die Bankkarte und leitete Fahndungsmaßnahmen nach den gestohlenen Dokumenten ein.

Einem 23-jährigen Mann wurden am Freitagabend gegen 21.40 Uhr Zigaretten geraubt. Die Polizei ging nach ersten Anrufen von einer größeren Schlägerei aus. Der 23-Jährige wurde geschlagen, vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Kurz zuvor wurde auf dem Spielplatz gegenüber der Kirche ein Pedelec gestohlen. Ein Polizist, der auf dem Weg zu der Schlägerei war, sah einen 15-Jährigen, der mit dem gestohlenen Pedelec fuhr. Das Pedelec wurde später an den Toiletten am Fritz-Kühn-Platz gefunden und dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben. Der 15-Jährige leugnet den Fahrraddiebstahl.

Nach einem Kontakt über ein soziales Netzwerk wurde eine Iserlohnerin erpresst. Sie chatteten regelmäßig über einen Messenger, trafen sich jedoch nie persönlich. Trotzdem lieh sie ihm Geld, das sie auf verschiedene Konten, darunter bei einer Kryptobank, überwies. Als sie ihm kein weiteres Geld “leihen” wollte, drohte er, Nacktbilder von ihr zu veröffentlichen, die sie ihm freiwillig geschickt hatte. Die Polizei ermittelt nun wegen Unterschlagung und versuchter Erpressung auf sexueller Grundlage. Die Polizei rät grundsätzlich davon ab, intime Aufnahmen zu verschicken oder sich vor der Webcam zu entblößen.

Beim Versuch, gebrauchte Artikel in einem Online-Anzeigenportal zu verkaufen, ist eine 64-jährige Frau höchstwahrscheinlich an Betrüger geraten. Sie erhielt eine E-Mail mit einem Link, der angeblich zu “Sicher bezahlen” führen sollte. Obwohl sie der Polizei später berichtete, dass sie dort keine Kontodaten eingegeben habe, konnte sie einen Tag später nicht mehr auf ihren Account zugreifen. Ein anderer Name erschien als Inhaber und es wurden Waren angeboten, die nicht von ihr stammten. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei wegen Datenmanipulation und Datenspionage.

Die Polizei warnt vor zwei Fehlern:

Dem Klick auf zugesandte Links: Die meisten Online-Anzeigenportale bieten “Sicher bezahlen” an, wobei die Bezahlung komplett über die Plattform abgewickelt wird. Verkäufer müssen ihre Kontodaten in ihrem Account hinterlegen. Betrüger versenden jedoch E-Mails oder Nachrichten mit Links, die zu täuschend echten Fake-Seiten führen. Opfer denken, sie loggen sich in ihren Account ein, liefern jedoch den Betrügern ihre Zugangsdaten. Dies wird als “Phishing” bezeichnet.

Unsichere Passwörter: “12345” und “Passwort” sind immer noch weit verbreitete Passwörter. Die Polizei warnt davor, da dies ist, als würde man den Haustürschlüssel unter die Fußmatte legen. Das LKA gibt Tipps für sichere Passwörter unter www.mach-dein-passwort-stark.de

(cris)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Fahrraddiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 62.400 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 62.036 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 5.320 im Jahr 2022 auf 5.538 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 4.431 im Jahr 2022 auf 4.516 im Jahr 2023. Davon waren 4.108 männlich, 323 weiblich und 1.706 nicht-deutsch im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 4.156 männliche, 360 weibliche und 1.936 nicht-deutsche Verdächtige gab. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Fahrraddiebstähle in Deutschland mit insgesamt 62.036 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 62.400 62.036
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.320 5.538
Anzahl der Verdächtigen 4.431 4.516
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.108 4.156
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 323 360
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.706 1.936

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg jedoch von 6623 auf 7062. Darunter waren 4478 männliche Verdächtige, 2145 weibliche Verdächtige und 2072 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24