Am Wochenende gab es mehrere Körperverletzungen und Bedrohungen, die zu Polizeieinsätzen führten.
Iserlohn: Messer-Kontrollen am Fritz-Kühn-Platz

Iserlohn (ost)
Am frühen Sonntagmorgen gegen 1.20 Uhr musste die Polizei beim Fest “Bunt am See” einschreiten. Anfangs war die Rede von etwa 20 Personen, die sich prügeln würden. Ersten Zeugenaussagen zufolge haben zwei Männer (43 und 44) andere Festteilnehmer provoziert und Streit gesucht. Die Gäste riefen das Sicherheitspersonal. Die beiden Männer sollen zugeschlagen haben, woraufhin drei Sicherheitskräfte (24, 26 und 46 Jahre alt) zu Schlagstöcken und Pfefferspray griffen. Weitere Festbesucher griffen ein. Insgesamt wurden vier Personen verletzt, drei von ihnen wurden zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat Anzeigen wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung erstattet.
Ein Teilnehmer der Kulturveranstaltung “Genuss Pur” hat am Samstag das Sicherheitspersonal mit einem Messer bedroht. Offenbar kam es bereits zuvor auf dem Festgelände zu einer Auseinandersetzung mit gegenseitiger Körperverletzung. Ein 46-jähriger, betrunkener Mann und seine 18-jährige Tochter gerieten auf dem Festgelände mit einem ebenfalls betrunkenen 67-Jährigen in einen handfesten Streit. Der verletzte 67-Jährige wurde vom Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Das Sicherheitspersonal wies den 46-Jährigen des Platzes. Doch vor der Bauernkirche soll er andere Personen provoziert haben, woraufhin das Sicherheitspersonal erneut einschritt. Daraufhin soll er das Messer gezogen haben. Eine vorbeifahrende Polizeistreife wurde kurz nach Mitternacht auf die Menschenmenge in der Altstadt aufmerksam und griff ein. Die Polizisten brachten den Verdächtigen zu Boden und fesselten den 46-Jährigen sowie seine 18-jährige Tochter, die beide sehr aggressiv waren. Aufgrund der Vorfälle hat die Polizei Anzeigen wegen gegenseitiger Körperverletzungen gegen den Vater und seine Tochter sowie den 67-Jährigen erstattet. Gegen den 46-Jährigen wird auch wegen Bedrohung oder Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Vater und Tochter erhielten Platzverweise für den Fritz-Kühn-Platz.
Bereits am Freitag führte die Polizei gezielte Messerkontrollen am Fritz-Kühn-Platz durch. Sieben Personen erhielten Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen. In zwei Fällen wurden Messer beschlagnahmt. Vier Besucher wurden wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt, weil sie Drogen dabei hatten oder in einem Fall in der Nähe eines Spielplatzes einen Joint rauchten. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wurde wegen Belästigung der Allgemeinheit erstattet. Es gab drei Platzverweise; eine Person musste in Gewahrsam genommen werden, um den Platzverweis durchzusetzen. Am Freitag gegen 18.45 Uhr kam es neben der Bauernkirche zu einer Auseinandersetzung. Ein 29-Jähriger verletzte einen 38-Jährigen. Der 38-Jährige schlug mit dem Kopf auf das Pflaster und verlor das Bewusstsein. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Am Samstag kurz vor 23 Uhr soll ein 60-jähriger Mann eine 57-jährige Frau die Treppe im Norden des Fritz-Kühn-Platzes hinuntergestoßen haben. Der Mann flüchtete. Die Frau lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Die Polizei hat eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Am Sonntag erstattete eine Standbetreiberin eine Anzeige bei der Polizei: Unbekannte Täter haben mehrere Alkoholflaschen aus dem Zelt gestohlen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 400 Euro. Einer Festbesucherin wurde am Sonntag zwischen 17 und 22 Uhr das Pedelec gestohlen. Sie hatte es mit einem Schloss am Fahrradständer des Stadtmuseums befestigt. Es handelt sich um ein Pegasus Premio Evo10 litr. Am Fahrrad waren zwei Satteltaschen und ein Fahrradkorb angebracht. Die Polizei hat es zur Fahndung ausgeschrieben.
Aufgrund von Hundekot kam es am Freitagabend an der Teutoburger Straße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Eine betrunkene 66-jährige Frau ließ ihren Hund auf einer Grünfläche sein Geschäft erledigen. Ein 29-jähriger Mann sprach sie darauf an und bekam eine Ohrfeige. Während er der Frau folgte, rief er die Polizei. Die flüchtende Frau stürzte und verletzte sich. Sie behauptet, der Verfolger habe sie gestoßen. Die Polizei hat Anzeigen gegen beide Beteiligten wegen gegenseitiger Körperverletzung aufgenommen. Unbekannte sind zwischen dem 3. August und dem vergangenen Freitag in die Küche der Diakonie an der Rahmenstraße eingebrochen. Am frühen Freitagmorgen versuchten Unbekannte gewaltsam in eine Wohnung an der Galmeistraße einzudringen. Die Polizei hat die Hebelspuren dokumentiert.
Am Samstag zwischen 17 und 20 Uhr wurde an der Liebigstraße ein E-Scooter gestohlen.
Die Polizei hat in der Nacht am Krähenweg zwei minderjährige, mutmaßliche Diebe erwischt. Ein Zeuge informierte die Polizei kurz nach 3 Uhr über zwei verdächtige Personen, die an geparkten Autos hantierten. Polizisten trafen die beschriebenen jungen Männer im Einmündungsbereich des Krähenwegs an. Sie durchsuchten die Jungs und stellten ein Tierabwehrspray, Messer sowie mutmaßliches Diebesgut (Zigaretten) sicher. Am Krähenweg wurde mindestens ein Fahrzeug durchsucht und Zigaretten gestohlen. Die jungen Männer bestreiten den Diebstahl. Sie wurden am Morgen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Zwischen Samstagabend, etwa 20 Uhr, und Sonntag, 11 Uhr, haben Unbekannte an der Straße Auf dem Winkel eine Scheibe eines geparkten Mercedes-Benz Vito eingeschlagen und Zigaretten und Bargeld gestohlen. Bereits am Donnerstag wurde aus einem Cabrio an der Hennener Straße eine Handtasche gestohlen. In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte am Strobler Platz die Scheiben von drei geparkten Fahrzeugen eingeschlagen. An der Fliednerstraße haben Unbekannte zwischen Freitag, 7. August, und Freitag, 14. August, das Kabel einer Wallbox an einem Wohnhaus abgeschnitten und gestohlen.
Am Freitag gegen 15.30 Uhr hat an der Bushaltestelle Friedhof an der Oestricher Straße ein Kunststoffmülleimer gebrannt. Die Feuerwehr hat das Feuer gelöscht. (cris)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen lag im Jahr 2022 bei 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle sind. 3.764 Unfälle, also 0,59%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen 556.792 Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








