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Istanbul: Zoll beschlagnahmt Medikamente und Betäubungsmittel bei Arzt

Ein Mann aus der Türkei wurde am Düsseldorfer Flughafen mit über 300 verschreibungspflichtigen Tabletten erwischt. Die Zöllner leiteten ein Strafverfahren ein und vernichteten die Medikamente.

Foto: unsplash

Düsseldorf (ost)

Ein Vorfall am Düsseldorfer Flughafen zeigt, dass auch Ärzte nicht immer alle Gesetze und Vorschriften kennen. Am 12. Dezember 2025 reiste ein Mann aus Istanbul nach Deutschland ein und verließ den Ankunftsbereich mit seinem Gepäck durch den grünen Ausgang. Dort wurde der 68-jährige Mann, der in der Türkei lebt, von den Zollbeamten angesprochen und gebeten, sein Reisegepäck zu kontrollieren. Während der Kontrolle entdeckten die Zöllner mehrere Packungen Tabletten, alle mit türkischer Beschriftung. Nach einer Recherche stellte sich heraus, dass es sich ausschließlich um verschreibungspflichtige Medikamente handelte, die in Deutschland erhältlich sind. Eine der Packungen enthielt sogar das Medikament ‚Ritalin‘, das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Insgesamt wurden 326 Tabletten gefunden, davon waren 120 Stück Ritalin.

Der Reisende erklärte während der Kontrolle, dass er Arzt sei und die Medikamente für ein Familienmitglied mitgebracht habe. Da die mitgeführten Medikamente und Betäubungsmittel nicht für den persönlichen Gebrauch des Reisenden bestimmt waren und zudem ein ärztliches Rezept für das Ritalin fehlte, wurden die Tabletten vor Ort von den Zollbeamten beschlagnahmt und ein Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet. Er durfte seine Reise fortsetzen, jedoch ohne die Tabletten. Diese bleiben in der Asservatenkammer des Zolls und werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 56.367, wovon 49.610 männlich waren und 6.757 weiblich. 16.655 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 57.879, mit 51.099 männlichen und 6.780 weiblichen Verdächtigen. 18.722 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Anzahl von Fällen aufweist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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