Eine 79-jährige Frau wurde Opfer von Betrügern, die sich als Mitarbeiter eines Softwareunternehmens ausgaben und Zugang zu ihrem Laptop erlangten.
Kaarst: Warnung vor Betrug durch falsche Softwaremitarbeiter

Kaarst (ost)
Am Mittwoch (15.07.) erhielt eine 79-jährige Frau aus Kaarst eine Warnung von einem Softwareunternehmen auf ihrem Laptop. „Microsoft“ wies sie auf eine vermeintliche Sicherheitslücke hin. Es wurde ihr geraten, eine Telefonnummer anzurufen. Die Verdächtigen am anderen Ende des Anrufs gaben sich als Mitarbeiter des Unternehmens aus und die Frau gewährte ihnen Zugang zu ihrem Laptop. Zwei Echtzeitüberweisungen wurden vom Konto der Kaarsterin getätigt, wie erste Ermittlungen ergaben.
Nach dem Telefonat bemerkte die Frau den Betrug und sperrte ihr Bankkonto.
Das Kriminalkommissariat 12 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. So schützen Sie sich: – Teilen Sie niemals persönliche Daten wie Kontonummern, Kreditkartendaten, PINs oder TANs am Telefon mit. – Geben Sie einem Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Computer, z.B. durch die Installation von Fernwartungssoftware. Wenn Sie Opfer geworden sind: – Trennen Sie Ihren Computer vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Ändern Sie sofort betroffene Passwörter über einen nicht infizierten Computer. – Lassen Sie Ihren Computer von einem Experten überprüfen und entfernen Sie das Fernwartungsprogramm. – Informieren Sie die Zahlungsdienste und Unternehmen, deren Zugangsdaten in die Hände der Täter gelangt sind. – Holen Sie sich Rat von Ihrer Bank, ob bereits getätigte Zahlungen zurückgebucht werden können. – Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (-14012)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








