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Kalkar: Brandmeistersitzung in Appeldorn zum Jahresabschluss

Die Löschgruppe Wissel präsentierte eine vom Förderverein finanzierte Drohne. Zwölf Einsatzkräfte absolvieren die Pilotenausbildung, die Ausbildungsbilanz umfasst 2.000 Stunden.

Brandmeistersitzung in Appeldorn
Foto: Presseportal.de

Kalkar (ost)

Zur traditionellen Brandmeistersitzung zum Jahresabschluss trafen sich alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar im Gasthaus “Zum Apfelbaum” in Appeldorn. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Roland Matenaer und seinen Stellvertretern Marc Meyer und Johannes Fehlemann blickten die Führungskräfte gemeinsam mit der Bürgermeisterin Alexandra Schacky sowie dem Fachbereichsleiter für Ordnung und Sicherheit Stefan Urselmans, Fachdienstleiterin Linda Brähler und Sachbearbeiterin Meike Schubmann auf ein intensiv genutztes Jahr zurück.

Ein Höhepunkt des Abends war die Präsentation der neuen Feuerwehr-Drohne durch die Löschgruppe Wissel, deren Anschaffung durch den Förderverein ermöglicht wurde. Derzeit absolvieren zwölf Feuerwehrfrauen und -männer die Ausbildung zu Drohnenpilotinnen und -piloten. Einheitsführer Markus Leukers verdeutlichte den praktischen Nutzen: “Gerade nachts könnten wir zum Beispiel entlaufene Rinder mit der Drohne deutlich schneller aufspüren als bei einer Suche am Boden.” Auch bei Gebäude- und Flächenbränden sowie bei der Personensuche nach Verkehrsunfällen liefert die Kamera aus der Luft entscheidende Übersicht. Die Flugzeit beträgt bis zu vier Mal 50 Minuten, wobei strenge Vor- und Nachflugkontrollen Pflicht sind.

Auch übergeordnete Sicherheitsthemen standen auf der Agenda. Dass der CBRN-Erkunder (für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren) wieder in Kalkar stationiert ist, unterstreicht die Bedeutung des Standorts für den überörtlichen Katastrophenschutz. Zudem passt die Stadt Kalkar kontinuierlich ihre Sicherheits- und Kommunikationskonzepte an, um sowohl die Eigensicherung der Einsatzkräfte als auch den Schutz der Bevölkerung weiter zu stärken. Auf der Internetseite des BBK finden alle Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Hinweise zur persönlichen Vorsorge.

“2.000 Stunden sind eine beeindruckende Ausbildungsbilanz”, stellte Erwin Grootens fest, als er den Ausbildungsbericht zum letzten Mal präsentierte. Im vergangenen Jahr absolvierten 14 Feuerwehrangehörige erfolgreich ihren Grundlehrgang. Darüber hinaus besuchten die Kameradinnen und Kameraden zahlreiche Sonder- und Fortbildungslehrgänge auf Kreis- und Landesebene – von Atemschutz- und Maschinistenlehrgängen über die Waldbrandbekämpfung bis hin zum Fahrsicherheitstraining und Führungslehrgängen am Institut der Feuerwehr.

Zum Abschluss seiner Berichterstattung stellte Grootens zudem die offizielle Prioritätenliste vor, die sich am Brandschutzbedarfsplan orientiert. Die 43 Arbeitspunkte umfassen unter anderem die Anschaffung neuer Fahrzeuge, moderner Einsatzbekleidung sowie die Einrichtung eines Einsatz-Hygienecontainers. Da Grootens das Amt des stellvertretenden Stadtbrandinspektors bereits im Oktober an Johannes Fehlemann übergeben hatte, markierte dieser Bericht seinen offiziellen Abschied in dieser Funktion.

Im Rahmen der Sitzung wurden zudem durch den Leiter der Feuerwehr Roland Matenaer folgende Kameradinnen und Kameraden nach erfolgreicher Teilnahme an den vorgeschriebenen Lehrgängen befördert: aus der Löschgruppe Appeldorn, als zweite Frau in der Stadtwehr, Lea Marie Bücken zur Brandmeisterin und Jan Bauhuis zum Brandmeister. Aus dem Löschzug Kalkar wurde Patrick Boerboom zum Brandmeister befördert und der stellvertretende Löschzugführer Benjamin Schröder zum Brandinspektor. Nick Nißing aus der Löschgruppe Appeldorn wurde zum stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart ernannt.

Zum Abschluss gab die Wehrführung einen Ausblick auf kommende Aufgaben. Im Zuge der Grundlagenausbildung für die Freiwillige Feuerwehr NRW wird auch die Grundausbildung im nächsten Jahr umstrukturiert. Zunächst werden dafür die Ausbilder geschult, bevor die Detailplanung für den Praxisbetrieb startet. “Mit gestärkter Führung, moderner Technik und angepasster Ausbildung gehen wir gut gerüstet in die Zukunft”, so Stadtbrandinspektor Roland Matenaer.

Quelle: Presseportal

nf24