Eine unbekannte Person gab sich als Schleifer aus, um in die Wohnung einer 79-jährigen Kamenerin einzudringen. Der Täter durchsuchte Schränke, griff nach Schmuck und verließ die Wohnung erst, als die Seniorin ihren Sohn ankündigte.
Kamen: Falscher Handwerker betritt Wohnung einer Seniorin

Kamen (ost)
Am Mittwochmittag (17.06.2026) klingelte, gegen 13:25 Uhr, eine bislang unbekannte männliche Person an mehreren Wohnungen eines altersgerechten Mehrfamilienhauses und stellte sich als Schleifer vor. Der Mann gab an, Küchenmesser oder Scheren schleifen zu wollen.
Ein 79-jähriger Kamener öffnete dem Mann die Wohnungstür, was dieser nutzte, um die Wohnung der älteren Dame zu betreten. Innerhalb der Wohnung durchsuchte der Täter mehrere Schränke sowie Schubladen. Ebenfalls griff der Mann nach einem Schmuckständer und suchte den dort aufbewahrten Schmuck nach Legierungen ab.
Erst als die 79-Jährige angab, dass gleich ihr Sohn käme, verließ der unbekannte Mann die Wohnung.
Zu einem Vermögensschaden kam es nicht.
Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:
Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Polizei in Kamen unter 02304 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de zu wenden.
Wenn jemand als Handwerker an Ihrer Tür klingelt und unangemeldet kommt, sollten Sie vorsichtig sein. Lassen Sie grundsätzlich keine fremden Personen in Ihre Wohnung, wenn kein vorheriger Termin vereinbart wurde. Echte Handwerker oder Firmen kündigen ihren Besuch in der Regel vorher an.
Bitten Sie die Person immer darum, einen Ausweis und einen Auftrag der Firma zu zeigen. Öffnen Sie die Tür dabei nur einen Spalt, wenn möglich mit Sicherheitskette oder Türsperre, und lassen Sie die Person nicht sofort eintreten. Im Zweifel sollten Sie die angegebene Firma oder Ihre Hausverwaltung selbst anrufen, um zu prüfen, ob der Besuch wirklich geplant ist. Verwenden Sie dafür aber nur offizielle Telefonnummern, nicht die, die Ihnen die Person gibt.
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Druck aufgebaut wird, etwa mit Aussagen wie „das ist ein Notfall“ oder „es muss sofort gemacht werden“. Solche Situationen sind oft erfunden, um Menschen zu überrumpeln. Lassen Sie sich davon nicht drängen. Auch spontane Zahlungsforderungen oder Barzahlungen sollten Sie grundsätzlich ablehnen.
Wenn Sie unsicher sind, ob der Besuch echt ist, lassen Sie die Person nicht herein und holen Sie sich im Zweifel Unterstützung, zum Beispiel von Nachbarn, Angehörigen oder direkt von der Hausverwaltung. Im Ernstfall können Sie auch die Polizei unter 110 verständigen. Wichtig ist: Ihre Sicherheit geht immer vor, und Sie dürfen sich Zeit nehmen, alles zu überprüfen.
Quelle: Presseportal








