Die Bundesanwaltschaft hat zwei deutsche Staatsangehörige in Thüringen festgenommen, die eine rechtsextremistische terroristische Vereinigung unterstützt haben sollen.
Karlsruhe: Festnahme von zwei Verdächtigen

Karlsruhe (ost)
Am 24. Juni 2026 und gestern wurden die deutschen Staatsangehörigen Joel F. und Elias F. in Thüringen (Landkreis Altenburger Land und Gera) vorläufig festgenommen. Die Festnahmen wurden von Beamten des Bundeskriminalamts mit Unterstützung von Polizeikräften des Freistaats Thüringen durchgeführt. Die Beschuldigten wurden gestern dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der die Haftbefehle erlassen und vollstreckt hat.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Zudem werden sie beschuldigt, versuchten Mord, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte schwere Brandstiftung in Mittäterschaft begangen zu haben.
Die Haftbefehle legen ihnen im Wesentlichen folgenden Sachverhalt zur Last:
Im April 2024 wurde die rechtsextremistische, überregional agierende terroristische Vereinigung „Letzte Verteidigungs Welle“ (L.V.W) gegründet. Die Mitglieder dieser Gruppierung sehen sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“. Ihr Ziel ist es, durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in Deutschland herbeizuführen.
Am 5. Januar 2025 begaben sich Joel F. und Elias F. in Begleitung von Claudio S. und Justin W. zu einer bewohnten Asylbewerberunterkunft in Schmölln, um dort einen Brand zu legen. Die Gruppe schlug ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Gebäude zu schießen. Ein Feuer brach jedoch nicht aus.
Die Bundesanwaltschaft hat am 3. Dezember 2025 Anklage gegen Claudio S. und Justin W. vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg erhoben.
Quelle: Presseportal








