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Karnap: Verfolgungsfahrt in Essen endet mit Unfall

Ein 18-jähriger Essener flüchtete vor Verkehrskontrolle, verursachte einen Unfall und wurde festgenommen. Er wird wegen mehrerer Verstöße ermittelt.

Foto: Depositphotos

Essen (ost)

45143 E.-Altendorf: In den frühen Morgenstunden des Samstags (30. Mai) floh ein 18-jähriger Essener mit einem VW Fox vor einer Verkehrskontrolle auf der Helenenstraße. Nach einer Verfolgungsfahrt durch mehrere Stadtteile verunfallte er auf der Eickwinkelstraße. Die Polizei sicherte das Fahrzeug.

Um 2:10 Uhr bemerkte ein Streifenteam auf der Altendorfer Straße einen schwarzen VW Fox mit defektem Abblendlicht. Als die Beamten den Fahrer auf der Helenenstraße kontrollieren wollten, hielt dieser zunächst an. Beim Herantreten der Polizisten beschleunigte der Fahrer jedoch unvermittelt und setzte seine Flucht fort.

Im weiteren Verlauf ignorierte der Fahrer mehrmals Rotlicht zeigende Ampeln und fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch mehrere Straßen im Essener Stadtgebiet.

Nachdem der 18-Jährige unter anderem die A42 in Richtung Dortmund befuhr und diese an der Anschlussstelle Altenessen/Karnap verließ, setzte er seine Flucht fort. Zwischendurch versuchte er offenbar, das Fahrzeug anzuhalten und zu Fuß zu fliehen, setzte jedoch immer wieder seine Fahrt fort.

Auf der Eickwinkelstraße verlor er schließlich die Kontrolle über den VW Fox, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Zaun. Der verfolgende Streifenwagen berührte während des Bremsmanövers leicht das verunfallte Fahrzeug.

Der Fahrer flüchtete dann zu Fuß. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten den Mann kurz darauf stellen. Bei der Festnahme verletzte sich der 18-Jährige leicht.

Nach aktuellen Informationen besitzt der Essener keine gültige Fahrerlaubnis. Im Fahrzeug fanden die Beamten auch gestohlene amtliche Kennzeichen, die zur Fahndung ausgeschrieben sind. Auch die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zum VW Fox.

Das Fahrzeug wurde zur Beweissicherung sichergestellt. Die beiden 16-jährigen Mitfahrerinnen wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Auch der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen.

Gegen den 18-jährigen Deutschen wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauchs, Urkundenfälschung sowie Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und das Kraftfahrzeugsteuergesetz ermittelt. /RB

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 556.792. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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