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Kierspe: Schnelles Geld verloren

Eine Kiersperin fiel auf ein verlockendes Job-Angebot auf Facebook herein und verlor binnen zwei Tagen viel Geld.

Foto: unsplash

Kierspe (ost)

Eine Bewohnerin von Kierspe fiel auf ein verführerisches Jobangebot auf Facebook herein. Statt schnell und einfach viel Geld zu verdienen, verlor sie innerhalb von zwei Tagen viel Geld.

Am Montag letzter Woche stieß sie in dem sozialen Netzwerk auf eine Anzeige, die sich mit dem „Geldverdienen im Internet“ beschäftigte. Über einen Link kam es zu einem Kontakt über WhatsApp mit einer Unbekannten. Diese beschrieb die potenzielle Tätigkeit: Die Kiersperin sollte Produkte „liken“, zum Beispiel ein Hotel auf einem Reiseportal bewerten – natürlich, ohne es jemals persönlich gesehen zu haben. Der Lohn schien sehr attraktiv. Die Kiersperin stimmte zu, begann ihre Tätigkeit und erhielt sogar sehr schnell kleinere Provisionen über PayPal. Die nächste größere Aufgabe bestand darin, Konten bei Finanzdienstleistern und Krypto-Händlern zu eröffnen. Im Internet lässt sich so etwas in wenigen Minuten und ohne große Überlegung erledigen.

Wie verlangt, überwies sie Geld von ihrem privaten Girokonto. Da mehr verlangt wurde, lieh sie sich noch mehr Geld und zahlte alles ein. Ihre vermeintlichen Auftraggeber übten massiven Druck aus, drohten mit einer Millionenklage, falls sie ihre Aufgabe nicht erfüllen würde. Erst nach einer Reihe von Transaktionen zog sie die Notbremse, offenbarte sich ihren Verwandten, ging zu ihrer Bank in der Hoffnung, Überweisungen rückgängig machen zu können, und erstattete am Mittwoch Anzeige bei der Polizei.

Die warnt immer wieder vor solchen angeblich lukrativen Jobangeboten: Ohne jemals persönlich den Auftraggeber getroffen zu haben und ohne jegliche Informationen über die Seriosität dieser Unternehmen liefern Betrüger arglosen Opfern eine Fülle sensibler Daten. Mit diesen können Betrüger auch Jahre später großen Schaden anrichten. Immer wieder geraten arglose Jobsuchende so ins Visier der Strafverfolgungsbehörden, weil beispielsweise mit ihrem guten Namen Geld gewaschen wurde. Die angebliche Kontoeröffnung zu Testzwecken ist ein typisches Beispiel. Die Polizei mahnt: Im Internet oder auch am Telefon kann sich jeder für alles ausgeben. Die Täter agieren oft von außereuropäischen Ländern aus und leiten ihre Beute über verschiedene Konten und Finanzdienste. Wenn sie einmal ein Opfer gefunden haben, üben sie starken Druck aus, um auch den letzten Cent abzukassieren. Im Verdachtsfall sollten Opfer schnellstmöglich Anzeige erstatten und alle betroffenen Stellen, wie zum Beispiel Banken, informieren. (cris)

Quelle: Presseportal

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