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Kleve: Polizei NRW gegen illegale Straßenrennen

Beamte setzen Zeichen gegen gefährliche Rennen, informieren über Konsequenzen und sensibilisieren für Verantwortung im Straßenverkehr.

Präventionsmaßnahme der KPB Kleve
Foto: Presseportal.de

Geldern (ost)

Am Samstag (10. Januar 2026) führten Beamte der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Kleve im Rahmen der landesweiten Präventionskampagne „Verantwortung stoppt Vollgas“ eine Aktion an der Diskothek E-Dry in Geldern durch. Ein zentraler Aspekt der Kampagne war die Vorführung eines Unfallfahrzeugs, einem VW Touareg, der an einem illegalen Rennen mit tödlichem Ausgang beteiligt war.

Illegale Rennen stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar, insbesondere für diejenigen, die nicht selbst an solchen Rennen teilnehmen. Die Polizei Nordrhein-Westfalen betont deutlich: Bei illegalen Straßenrennen gibt es null Toleranz. Personen, die durch zu schnelles Fahren oder rücksichtsloses Verhalten andere gefährden, müssen mit einer konsequenten Strafverfolgung rechnen. Dabei werden alle rechtlichen Mittel genutzt, einschließlich Führerscheinentzug und Fahrzeugbeschlagnahme.

Neben der repressiven Vorgehensweise setzt die Polizei NRW auch auf Prävention und Aufklärung. Die Kampagne „Verantwortung stoppt Vollgas“ richtet sich besonders an junge Menschen und Fahranfänger, die häufig an illegalen Autorennen teilnehmen. Die Verkehrssicherheitsberater POK Chatzianagnostou und POK Cohnen informierten vor Ort über die rechtlichen Konsequenzen, persönliche Schicksale und die oft unterschätzten Risiken von Raserei. Das Ziel war es, das Bewusstsein für die Gefahren illegaler Autorennen im Straßenverkehr zu schärfen und Verantwortungsbewusstsein, Rücksichtnahme sowie die schwerwiegenden, manchmal tödlichen Folgen von überhöhter Geschwindigkeit zu verdeutlichen.

Der völlig zerstörte VW Touareg, der auf dem Kampagnenanhänger präsentiert wurde, verdeutlichte auf eindringliche Weise, dass illegale Rennen keine harmlosen Mutproben, sondern lebensgefährliche Straftaten sind. Viele Besucher der Diskothek zeigten trotz der Kälte Interesse, verweilten am Präventionsstand und waren beeindruckt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die Aktion „Nightmover“ des Kreises Kleve beworben. Der „Night-Mover“ ermöglicht jungen Menschen eine sichere Heimfahrt mit einem Taxi- oder Mietwagenunternehmen. Pro Person wird bei einer Fahrt mit einem der teilnehmenden Unternehmen ein Betrag von 9,00 Euro vom Fahrpreis abgezogen.

Mit der Aktion bei der „Welcome 2026 – der ersten Party des Jahres“ an der Diskothek E-Dry in Geldern unterstrich die Kreispolizeibehörde Kleve ihr Engagement für die Verkehrssicherheit. Die klare Botschaft der Kampagne lautet: Verantwortung übernehmen, Geschwindigkeit reduzieren – denn Verantwortung stoppt Vollgas.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. 3.764 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle ereigneten sich innerorts mit 55.296 Fällen (8,68%), gefolgt von außerorts (ohne Autobahnen) mit 17.437 Fällen (2,74%) und auf Autobahnen mit 6.889 Fällen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Tote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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