Die Bundespolizei hat am Wochenende mehrere Haftbefehle vollstreckt, darunter wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Brandstiftung und Urkundenfälschung.
Koblenz: Haftbefehle am Wochenende vollstreckt

Kleve – Kempen – Straelen – Weeze – Emmerich (ost)
Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei am Flughafen Weeze sowie in der Region Kleve und Kempen zahlreiche Haftbefehle durchgesetzt. Mehrere Personen wurden verhaftet. In den meisten Fällen konnten die Betroffenen die drohende Ersatzfreiheitsstrafe durch die Zahlung der ausstehenden Beträge vermeiden.
Den Beginn machte am Freitagmorgen, dem 29. Mai 2026, eine Überprüfung an der Ausfahrt Straelen auf der Autobahn 40. Dort kontrollierten Beamte der Bundespolizei einen 30-jährigen Polen nach seiner Einreise aus den Niederlanden. Es stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hanau wegen Fahrerflucht gegen ihn vorlag. Der Gesuchte hätte eine Geldstrafe von 900 Euro sowie Verfahrenskosten von 124,50 Euro zahlen müssen. Alternativ hätte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen gedroht. Der Pole wurde festgenommen und zum Bundespolizeirevier Kempen gebracht. Dort konnte er den Betrag begleichen und durfte seine Reise fortsetzen.
Am Freitagabend wurde auch ein Haftbefehl vollstreckt. Die Bundespolizei kontrollierte einen 26-jährigen Rumänen im Fernverkehr in der Nähe des Bahnhofs Emmerich, nach seiner Einreise aus den Niederlanden. Gegen den Reisenden lag einerseits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen schwerer Brandstiftung vor. Er musste noch eine Reststrafe von 267 Tagen absitzen. Andererseits war der Mann zur Festnahme im Zusammenhang mit seiner Ausweisung, Abschiebung oder Zurückschiebung ausgeschrieben. Der Grund war der Entzug seines Freizügigkeitsrechts. Der 26-Jährige wurde festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in das Gefängnis Kleve gebracht. Die aufenthaltsbeendenden Maßnahmen werden von der Bundespolizei nach Verbüßung seiner Reststrafe durchgeführt.
Am Samstagmittag überprüfte die Bundespolizei am Flughafen Weeze bei der Ausreisekontrolle eines Fluges nach Tanger einen 27-jährigen Marokkaner. Der Reisende legte seinen marokkanischen Reisepass sowie einen deutschen Aufenthaltstitel vor. Nach Überprüfung seiner Daten stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Köln wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz gegen ihn vorlag. Er musste noch eine Geldstrafe von insgesamt 1800 Euro zahlen. Alternativ hätte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen gedroht. Der Marokkaner wurde festgenommen und zum Dienstverrichtungsraum Weeze gebracht, wo er den offenen Betrag begleichen konnte. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde er aus dem Dienstverrichtungsraum entlassen. Seinen Flug konnte er nicht mehr antreten.
Auch am Sonntagabend vollstreckte die Bundespolizei einen weiteren Haftbefehl am Flughafen Niederrhein in Weeze. Bei der Kontrolle einer 49-jährigen Rumänin stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Diebstahls und Computerbetrugs gegen sie vorlag. Die Verurteilte musste noch einen offenen Geldbetrag von 1800 Euro sowie zusätzliche Einziehungskosten von 1785 Euro und Bearbeitungskosten von 81 Euro bezahlen. Alternativ hätte ihr eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen gedroht. Die Gesuchte konnte den fälligen Geldbetrag bei der Bundespolizei einzahlen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte sie ihre Reise fortsetzen.
Quelle: Presseportal








