Taschendiebe nutzen gestohlene Bankkarte für Einkäufe im Wert von über 700 Euro in Köln, nachdem bereits zuvor damit in Aachen eingekauft wurde.
Köln: Gestohlene Bankkarte für Einkäufe genutzt
Siegburg (ost)
Im Juni 2025 wurde einem 47-jährigen Mann aus Sankt Augustin anscheinend seine Geldbörse gestohlen. Der genaue Ablauf des Diebstahls war für den Betroffenen nicht nachvollziehbar. Noch am selben Tag wurde mit seiner entwendeten Bankkarte in einem Tabakladen in der Region Aachen für etwas mehr als 20 Euro eingekauft. Der Mann ließ die Karte über den zentralen Sperr-Notruf 116 116 sperren. Eine Anzeige bei der Polizei erstattete er jedoch nicht.
Circa vier Wochen später wurde die gestohlene Bankkarte erneut verwendet – dieses Mal in verschiedenen Geschäften in Köln, wo die Diebe rund 700 Euro ausgaben. Erst zu diesem Zeitpunkt entschied sich der 47-Jährige, die Polizei aufzusuchen und eine Strafanzeige zu erstatten. Die Beamten veranlassten daraufhin die Sperrung der Bankkarte für das SEPA-Lastschriftverfahren, die sogenannte KUNO-Sperrung.
Wichtig zu wissen: Wenn die Bankkarte über den Sperr-Notruf 116 116 gesperrt wird, werden nur Zahlungen mit PIN-Eingabe blockiert. Zahlungen über das SEPA-Lastschriftverfahren sind weiterhin möglich. Um auch diese Zahlungsarten zu sperren, ist die KUNO-Sperrung erforderlich, die ausschließlich von der Polizei veranlasst werden kann (weitere Informationen: www.kuno-sperrdienst.de). Daher ist es unerlässlich, bei Verlust Ihrer Bankkarte auch die Polizei zu informieren! (Bi)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Trotz einer Zunahme der Anzahl gelöster Fälle von 1980 im Jahr 2022 auf 2725 im Jahr 2023, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1897 relativ konstant. Im Vergleich dazu gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Taschendiebstähle in Deutschland mit insgesamt 39519 Fällen. Von den Verdächtigen waren 1442 männlich, 455 weiblich und 1520 nicht-deutsch.
2022 | 2023 | |
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Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt