Die Bundespolizei hat am Wochenende in Köln und Bonn mehrere Haftbefehle vollstreckt. Die Verurteilten mussten Ersatzfreiheitsstrafen antreten.
Köln Hauptbahnhof: Vollstreckung von Haftbefehlen durch Bundespolizei

Köln (ost)
Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei in Köln und Bonn drei Haftbefehle vollstreckt. Während routinemäßiger Personenkontrollen stellten die Einsatzkräfte fest, dass die überprüften Männer von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesucht wurden, um ihre Strafe anzutreten. Da keiner der Verurteilten die geforderte Geldstrafe bezahlen konnte, mussten alle drei ihre Ersatzfreiheitsstrafe antreten.
Der erste Fall ereignete sich am Freitag (14. August) im Kölner Hauptbahnhof, als ein 41-jähriger Deutscher kontrolliert wurde. Die Bundespolizisten entdeckten bei einer Kontrolle in der B-Passage einen Haftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Da er die geforderte Geldstrafe von 3.990 Euro nicht begleichen konnte, musste er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 130 Tagen antreten. Die Beamten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf.
In der Nacht zum Sonntag wurde ein 24-jähriger Syrer im Kölner Hauptbahnhof von den Einsatzkräften kontrolliert. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Diebstahls vor. Da er die Geldstrafe von 2.360 Euro nicht zahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer 59-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf gebracht.
Kurz darauf entdeckten Bundespolizisten im Bonner Hauptbahnhof einen weiteren Fahndungstreffer. Ein 43-jähriger ungarischer Staatsangehöriger wurde wegen Erschleichens von Leistungen gesucht. Auch er war nicht in der Lage, die festgesetzte Geldstrafe von 150 Euro zu bezahlen. Die Bundespolizei übergab ihn daraufhin zur Verbüßung einer fünftägigen Ersatzfreiheitsstrafe an den Polizeigewahrsamsdienst des Polizeipräsidiums Bonn.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023 leicht zurück. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








