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Köln Hauptbahnhof: Weiberfastnacht in Köln – Bilanz der Bundespolizei

Am Donnerstag wurde ausgelassen gefeiert, trotz weniger Jecken. Dennoch: erhöhtes Aufkommen an Straftaten um den Kölner Hauptbahnhof.

Foto: Depositphotos

Köln (ost)

Am Donnerstag (12. Februar) wurde in den Karnevalshochburgen ausgelassen gefeiert. Aufgrund des regnerischen Wetters kamen insgesamt weniger Jecke mit der Bahn an als in den Vorjahren. Dennoch verzeichnete die Bundespolizei im Bereich rund um den Kölner Hauptbahnhof eine erhöhte Anzahl an Straftaten.

Schon früh am Morgen füllten sich Züge und Bahnhöfe mit Feiernden. Die Anreise verlief zunächst größtenteils friedlich. Im Laufe des Tages kam es jedoch vermehrt zu polizeilichen Einsätzen. Die Beamten registrierten Diebstähle, körperliche Auseinandersetzungen sowie Angriffe und Widerstände gegen Polizeibeamte. In mehreren Fällen griffen die Beamten direkt ein und verhinderten weitere Eskalationen.

Mit dem Beginn der Abreise gegen 19:30 Uhr stieg die Anzahl der Personen am Bahnhof erneut stark an. Es kam auch zu gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr: Zwei Personen befanden sich unabhängig voneinander im Gleisbereich, unter anderem auf der Hohenzollernbrücke. Die notwendigen Gleissperrungen führten zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Beide Personen wurden von der Bundespolizei festgenommen.

Ein Vorfall ohne direkten Bezug zum Karneval ereignete sich gegen 18:00 Uhr im ICE 317: Ein 27-jähriger Deutscher meldete den Diebstahl seines Tablets während der Fahrt, das er im Zug orten konnte. Nach der Ankunft am Kölner Hauptbahnhof durchsuchten Einsatzkräfte zusammen mit dem Geschädigten den ICE und lösten ein akustisches Signal des Geräts aus. Das Tablet wurde bei einem 36-jährigen Marokkaner gefunden. Die Beamten nahmen ihn fest und leiteten ein beschleunigtes Verfahren ein.

Gegen 20:15 Uhr kam es zu einem weiteren Vorfall: Als Beamte aufgrund eines herrenlosen Gepäckstücks den Eingangsbereich einer Gastronomie am Kölner Hauptbahnhof absicherten, versuchte ein 29-Jähriger, die Absperrung zu durchbrechen. Er verhielt sich aggressiv gegenüber den Beamten und griff sie körperlich an. Alle Versuche, den Mann zu beruhigen, scheiterten. Schließlich attackierte der Deutsche auch einen Diensthundeführer und seinen Hund. Durch den gezielten Einsatz des Diensthundes konnte der Angriff abgewehrt und der 29-Jährige vorübergehend überwältigt werden. Er wurde durch den Biss nicht verletzt.

Auch im weiteren Verlauf der polizeilichen Maßnahmen beruhigte er sich nicht. Aufgrund seines Verhaltens wurde er in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern. Der Deutsche erwartet nun Anzeigen wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Trotz der gestiegenen Fallzahlen behielten die Einsatzkräfte die Situation jederzeit unter Kontrolle. Die Bundespolizei war mit starken Kräften im Einsatz und reagierte konsequent auf Störungen.

In diesem Zusammenhang appelliert die Bundespolizei, auch mit Blick auf die kommenden Tage, erneut an alle Feiernden: Respektieren Sie Mitreisende und Einsatzkräfte. Achten Sie auf Ihre Wertsachen. Und betreten Sie unter keinen Umständen Gleisanlagen! Dies ist lebensgefährlich und hat erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel beliefen sich auf 3.764, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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