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Köln: Schlag gegen Menschenhandel, Ermittlungsgruppe nimmt drei Beschuldigte fest

Haftbefehle gegen drei Beschuldigte wurden vollstreckt und Wohnungen durchsucht. Ermittlungen gegen insgesamt sechs Haupttäter laufen weiter.

Foto: unsplash

Köln (ost)

Die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Köln haben bekannt gegeben:

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln und der Polizei Köln wegen des Verdachts des organisierten Menschenhandels wurden am Dienstagmorgen (30. Juni) Haftbefehle gegen drei Verdächtige (23, 25, 27) (deutsch-marokkanischer, portugiesischer und mazedonischer Staatsangehörigkeit) vollstreckt und insgesamt fünf Wohnungen in Köln, Wesseling, Leverkusen und Solingen durchsucht. Der Hintergrund der Maßnahmen ist ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Köln (KIVEK) gegen insgesamt sechs beschuldigte, mutmaßliche Haupttäter. Zwei weiteren Personen wird nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen Beihilfe vorgeworfen.

Der mutmaßlichen organisierten Gruppe wird im Wesentlichen vorgeworfen, zwischen Oktober und November 2025 mindestens eine junge Frau (17 Jahre alt) zur Prostitution gezwungen zu haben. Bei einer anderen jungen Frau (16 Jahre alt) sollen sie dies ebenfalls versucht haben, jedoch ohne Erfolg. Außerdem soll es im Rahmen der Zwangsprostitutionshandlungen zu einer Vergewaltigung der 17-jährigen jungen Frau gekommen sein.

Zusätzlich sollen die Verdächtigen zwei Kunden unter einem Vorwand zu vermeintlichen Sexdates gelockt haben, um sie dann am Treffpunkt unter Einsatz von schwerer körperlicher Gewalt auszurauben.

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel – insbesondere Mobiltelefone – sichergestellt.

Die ausführlichen Ermittlungen der speziell gegründeten Ermittlungsgruppe der Kölner Kriminalpolizei und der Kölner Initiative für vernetzte Kriminalitätsbekämpfung (KIVEK) bei der Staatsanwaltschaft Köln dauern an. (as/al)

Quelle: Presseportal

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