In Köln und Leverkusen können Bürger leichte Straftaten montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr von zu Hause melden. An Feiertagen entfällt das Angebot.
Köln: Servicezeiten für Videoanzeigen erweitert

Köln (ost)
In Köln und Leverkusen ist es seit Kurzem möglich, einen Betrug oder Diebstahl von zu Hause aus anzuzeigen und dabei dennoch persönlich mit der Polizei zu sprechen: per Videochat. Die Polizei hat nun die Servicezeiten ausgedehnt. Wer seine Anzeige weder online noch auf einer Polizeiwache erstatten will, kann dafür ab sofort montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr bequem von zu Hause aus das Videoangebot nutzen. An Feiertagen ist der Service nicht verfügbar.
Das ergänzende Angebot soll den Kontakt zur Polizei erleichtern, die Qualität der Anzeigen erhöhen und deren Bearbeitung schneller machen.
So läuft eine Anzeige per Videochat ab:
Wer sich für den Service interessiert, findet ihn unter diesem Link:
https://koeln.polizei.nrw/anzeige-per-video
Zunächst wird anhand von Fragen festgestellt, ob das Delikt für eine Anzeige per Videochat infrage kommt. Der Service beschränkt sich auf Fälle leichter Kriminalität, etwa Diebstähle, leichte Betrugsdelikte, Sachbeschädigungen oder Beleidigungen.
Darüber hinaus müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kommen die Nutzerinnen und Nutzer in einen virtuellen Warteraum. Steht eine Polizistin oder ein Polizist zur Aufnahme der Anzeige bereit, wird diese in einem separaten Videochat fortgesetzt.
Angebot wird noch erprobt
Der Service befindet sich momentan noch in der Erprobungsphase. Daher kann es sein, dass technisch oder organisatorisch noch nicht alles ohne Probleme abläuft. Durch die Nutzung des Angebots unterstützen die Teilnehmenden die Polizei dabei, Erfahrungen zu sammeln und Verbesserungen anzustoßen. Nach der Anzeigenaufnahme können sie ihre Erfahrungen und Anregungen weitergeben.
Wichtig: In Notfällen und bei schwerwiegenden Straftaten gilt nach wie vor: sofort die 110 wählen. (tg/ts)
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
In Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der registrierten Cybercrime-Fälle von 29.667 im Jahr 2022 auf 21.181 im Jahr 2023, ein Rückgang um rund 28,6 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der aufgeklärten Fälle von 7.667 auf 8.126 und die Zahl der Tatverdächtigen von 6.623 auf 7.062. Unter den Tatverdächtigen waren 2022 insgesamt 4.478 Männer und 2.145 Frauen, 2023 waren es 4.726 Männer und 2.336 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg von 2.072 auf 2.159. Berlin verzeichnete 2023 mit 22.125 Fällen die meisten Cybercrime-Fälle in Deutschland und damit 944 mehr als Nordrhein-Westfalen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








