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Köln: Smartphone von schlafendem Fahrgast entwendet

Am 7. Juni wurde das Smartphone eines schlafenden Reisenden gestohlen. Ein aufmerksamer Zeuge konnte den Dieb im Regionalexpress stellen und der Bundespolizei übergeben.

Foto: Depositphotos

Essen (ost)

Am 7. Juni hat ein Mann das Handy eines schlafenden Reisenden in einem Regionalexpress gestohlen. Dank des couragierten Eingreifens eines Zeugen konnte der Verdächtige gestellt und kurz darauf verhaftet werden.

Um 04:30 Uhr war der RE 1 auf dem Weg von Köln nach Essen, als ein algerischer Staatsbürger die Gelegenheit nutzte, dass ein 24-jähriger Deutscher im Zug schlief. Der Mann aus Lüdinghausen hat das Handy des schlafenden Passagiers gestohlen. Ein 26-jähriger irakischer Staatsbürger hat jedoch das Geschehen aufmerksam beobachtet, ist sofort eingeschritten und hat den Verdächtigen gestellt. Der Iraker hat das Mobiltelefon gesichert und dem Geschädigten unbeschadet zurückgegeben.

Der Zeuge und der 24-Jährige haben den mutmaßlichen Dieb nach der Ankunft am Essener Hauptbahnhof direkt zur örtlichen Dienststelle der Bundespolizei begleitet. Bei der anschließenden Durchsuchung des 44-Jährigen haben die Uniformierten weiteres, unterschiedliches Diebesgut gefunden, das nicht dem schlafenden Fahrgast zugeordnet werden konnte. Zudem hat sich bei der Überprüfung herausgestellt, dass sich der Mann illegal im Bundesgebiet aufhält.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Kriminalwache der Landespolizei Essen wurde die Festnahme zur Verfügung des Ausländeramtes angeordnet. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Algerier eingeleitet und ihn dem zentralen Polizeigewahrsam in Essen übergeben. Die Ermittlungen zur Herkunft des restlichen Diebesgutes dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1.980 auf 2.725 an. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 1.633 auf 1.897, wobei der Großteil der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39.519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 37.321 39.519
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.980 2.725
Anzahl der Verdächtigen 1.633 1.897
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.175 1.442
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 458 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.284 1.520

Quelle: Bundeskriminalamt

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