Eine aufmerksame KVB-Kundin machte ein Foto des gut gekleideten Mannes, der von Obdachlosen umringt wurde. Die Polizei nahm den 59-Jährigen mit Crack und Pfefferspray fest.
Köln: Verdächtiger Drogendealer am Friesenplatz beobachtet

Köln (ost)
In den letzten Tagen fiel einer 33-jährigen Kölnerin ein verdächtiger 59-jähriger Mann an der KVB-Haltestelle Friesenplatz in der Innenstadt auf. Jeden Morgen kam der gut gekleidete und gepflegt wirkende Mann mit einer Bahn an der Haltestelle an, stieg am Bahnsteig aus und wurde sofort von mehreren wartenden Obdachlosen umringt. Es schien, als hätten sie nur auf seine Ankunft gewartet.
Die Zeugin gab am Mittwoch, dem 15. September, zusammen mit diesen Informationen ein Foto des Tatverdächtigen, das sie in einer Bahn gemacht hatte, an die Polizei weiter. Nur einen Tag später entdeckten Einsatzkräfte des Einsatztrupps (ET) Präsenz den mutmaßlichen Dealer heute erneut im Umfeld des Friesenplatzes. Der 59-Jährige hatte 25 sogenannte “Bubbles” mit Crack, eine Dose Pfefferspray und etwas Bargeld dabei. Die Kripo ermittelt nun gegen ihn wegen des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.
Personen, die weitere Informationen zum morgendlichen Geschehen am Bahnsteig des Friesenplatzes haben, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 27 zu melden. (cr/ts)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879. In Nordrhein-Westfalen gab es 2023 insgesamt 51099 männliche Verdächtige, 6780 weibliche Verdächtige und 18722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








